„Die Ausstellung macht auf erschütternde Weise sichtbar, wie systematisch und nahezu reibungslos die nationalsozialistische Psychiatrie auch in unserer Region funktionierte“, betont LDs Kulturdezernent OB Dominik Geißler. „Anhand konkreter Einzelschicksale, historischer Fotografien und Originaldokumente wird deutlich, dass hinter abstrakten Zahlen reale Menschen und zerstörte Biografien stehen. Gerade deshalb ist diese Ausstellung heute von großer Bedeutung. Sie ist eine dringende Einladung zur Auseinandersetzung mit unserer Geschichte und ihren ethischen Konsequenzen bis in die Gegenwart.“
Anhand persönlicher Briefe von Angehörigen, Verwaltungsakten, Fotografien und Erinnerungsstücken macht die Ausstellung die Strukturen der NS-Psychiatrie in der Pfalz nachvollziehbar. Sie gibt den Opfern ihre Stimme zurück und ermöglicht einen ebenso emotionalen wie informativen Zugang zu einem lange verdrängten Kapitel regionaler Geschichte. Zugleich regt sie zur Reflexion über Verantwortung, Menschenwürde und ethische Fragen in Medizin, Pflege und Gesellschaft an.
Termin.
Vernissage & Öffnungszeiten.
Die Vernissage ist am Sonntag, 8. Februar. Beginn 11 Uhr. Im Anschluss ist die Ausstellung bis einschließlich Sonntag, 22. März, zu den regulären Öffnungszeiten des Frank-Loebschen Hauses in der Kaufhausgasse 9 in LD zu sehen. Diese sind dienstags bis donnerstags von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr sowie freitags bis sonntags von 11 bis 13 Uhr. Montags und an Feiertagen bleibt die Einrichtung geschlossen. Text. sp.
Der Eintritt ist frei.
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