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17.09.2023. Tunnel. Streit. Millionen. Vergessen. Für einen Tag.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing begrüßt die Mineure, die nach dem Durchstich aus der Röhre kommen.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing begrüßt die Mineure, die nach dem Durchstich aus der Röhre kommen.

Eine Nachlese. Von Robert Wilhelm (Text). Und Norman Krauß (Fotos).

BZA. Es war ein Fest der Freude. Der feierliche Tunneldurchstich (B 38/B427) für die Ortsumgehung am Donnerstag in BZA auf der Westseite im nach Böllenborn führenden Tal (wir berichteten bereits). Hunderte Menschen waren gekommen, um dabei zu sein, zu feiern aber auch, jenen zu danken, denen dieser Moment zu verdanken ist. Den Mineuren. Die Menge strömte von Bänken und Tischen an den durchbrochenen Tunnelmund, als die Bergleute aus der Röhre stiegen. Kaum ein Handy, das nicht knipste oder filmte. Kaum eine Hand der Zuschauer, die nicht in die andere applaudierte. Darunter zählte auch Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP, Barbelroth). Für das Projekt selbst ist ungefähr Halbzeit. In 2026 soll der Verkehr durch die 1440 Meter lange Röhre rollen.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing begrüßt die Mineure, die nach dem Durchstich aus der Röhre kommen.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing begrüßt die Mineure, die nach dem Durchstich aus der Röhre kommen.

In einem kurzen Gottesdienst dankten Pfarrerin Angela Fabian und Pfarrer Hans Meigel der Schutzheiligen der Bergbauer, der Heiligen Barbara.

In einem kurzen Gottesdienst dankten Pfarrerin Angela Fabian und Pfarrer Hans Meigel der Schutzheiligen der Bergbauer, der Heiligen Barbara.

Die Tunnelpatin Astrid Seefeldt und ein Manager der österreichischen Baufirma BeMo kurz vor dem symbolischen 3-maligen Schlagen des Bergmannseisen von außen. Als Zeichen für die Mineure im Innern zur Tat zu schreiten.

Die Tunnelpatin Astrid Seefeldt und ein Manager der österreichischen Baufirma BeMo kurz vor dem symbolischen 3-maligen Schlagen des Bergmannseisen von außen. Als Zeichen für die Mineure im Innern, zur Tat zu schreiten.

Wenige Minuten später war es am späten Donnerstagabend dann vollbracht.

Wenige Minuten später war es am späten Donnerstagnachmittag dann vollbracht.

Tunnelpatin Astrid Seefeldt begrüßt die durchs Loch aus der Röhre kommen.

Tunnelpatin Astrid Seefeldt begrüßt die Mineure, die durchs Loch aus der Röhre kommen.

Kreisbeigeordneter Georg Kern sprach bei seinem Grußwort von einem "Aufleben der Stadt" BZA.

Kreisbeigeordneter Georg Kern sprach bei seinem Grußwort von einem "Aufleben der Stadt" BZA.

Die MZer Wirtschaftministerin Daniela Schmitt im Gespräch mit Robert Wilhelm von suewpress.de.

Die MZer Wirtschaftministerin Daniela Schmitt im Gespräch mit Robert Wilhelm von suewpress.de. Etwas verdeckt. De Bäcker Becker (Claus) aus Edenkoben, der für das Catering sorgte.

In seiner Ansprache sah Wissing in der Menge an Gästen ein Zeugnis dafür, „wie groß das Interesse der Bevölkerung an einer guten Infrastruktur ist“. Bei Straßen, aber auch bei der Schiene. Vor diesem Termin in BZA, war er in Stuttgart. Bei einem Tunneldurchstich für die Bahn. Auf dem Weg in die Südpfalz steckte er zwischenzeitlich im Stau fest …

Zweite Rheinbrücke bei Wörth.

Eine gute Verkehrsinfrastruktur „ist die Basis für unseren Wohlstand“, so Wissing. Deswegen werde weiter investiert. Ob hier in diesen Tunnel, in den vierspurigen Ausbau der B 10. Oder. In eine zweite Rheinbrücke bei Wörth. Die Menschen kommen schneller voran. Der Handwerker schneller zu seinen Terminen. Die Menschen in BZA würden von derzeit rund 11.500 Fahrzeugen am Tag Durchgangsverkehr weitgehend entlastet, was mehr Lebensqualität bedeute und auch dem Tourismus Entwicklungspotenzial biete.

In zwei Jahren kein schwerer Unfall.

Zuvor begrüßte der Leiter der SPer Straßenbaubehörde, dem Landesbetrieb Mobilität (LBM), Martin Schafft, die zahlreichen Ehrengäste. Und lobte die Mineure der österreichischen Tunnelbau-Firma BeMo für ihre bisher „zwei Jahre lange harte Arbeit“. Vor allem betonte er den glücklichen Umstand und damit die Qualität der Mineure, dass in den bisherigen beiden Jahren seit Baubeginn kein größerer Unfall geschehen sei.

Ministerin Schmitt. „Geld gut angelegt.“

Die MZer Verkehrsministerin Daniela Schmitt (FDP) sagte. „Die 127 Millionen Euro sind gut angelegt.“ Das Projekt bedeute eine Erhöhung der Lebensqualität der Bürger der Kurstadt und Chancen für den Tourismus.

Beigeordneter Kern. „Neues Aufleben der Stadt.“

Ähnlich sieht das auch der Erste Kreisbeigeordnete Georg Kern. Diese Maßnahme habe eine hohe Ausstrahlung für die ganze Region. Und ermögliche ein „neues Aufleben der Stadt“. Und eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität. Als Beispiel nannte er die Ortsumgehung von Impflingen. Was seien die Menschen dort froh, dass der Durchgangsverkehr aus ihrem Dorf (B 38) herausgenommen wurde.

Gebet. Seit' an Seit' mit Heiliger Barbara.

Die meisten Mineure sind – wohl angesichts ihres gefährlichen Jobs – gläubige Menschen. Sie haben eine nach wie vor hoch im Kurs stehende Schutzpatronin. Die Heilige Barbara. So wurde Seit' an Seit' mit ihrem Abbild durch Pfarrerin Angela Fabian und Pfarrer Hans Meigel ihrer schützenden Hand bisher und auch für die Zukunft gedankt. Und viele, viele Gäste sprachen das Vaterunser mit.

Tunnel-Patin Seefeldt. Mineure. „Tolle Mannschaft.“

Dann schritt Tunnel-Patin zur Tat, schlug mit einem Bergmanneisen 3-mal gegen die Betonwand des Tunnelmundes. Daraufhin schritten die Mineure in der Röhre zur Tat. Wenige Minuten später stiegen sie ins Freie. „So eine tolle Manschaft in den Arm zu nehmen ...“, so die Patin.

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