Weg mit der Fußgängerzone. Rein mit dem Verkehr.

MEINE MEINUNG.

Von Robert Wilhelm

BAD BERGZABERN. Menschenleer. Grande Katastrophe. Seit Jahren bietet die Fußgängerzone in Bad Bergzabern eine traurige Kulisse. Ein Geschäft nach dem anderen schließt. Das hat seine Gründe. Der Verkehr muss wieder rein in die Stadt. So einfach ist es manchmal.

BAD BERGZABERN. Die Zeit der Fußgängerzonen in kleinen Städten ist vorbei. In Annweiler hat das Aussterben der weitgehend autofreien Innenstadt schon vor mehr als 10 Jahren begonnen. Jeder hat es gesehen, gemerkt und gespürt. Doch in Bad Bergzabern wird (un-)sehendens Auges trotz paralleler Entwicklung weiterhin konsequent weggeschaut. Einfaches Prinzip: Wo Verkehr ist, ist auch Leben. Ist so. Genauso, wie Wasser nass und nicht trocken ist.

Stattdessen wurden über die Jahre hinweg immer wieder neue Konzepte aufgelegt und teure Berater engagiert, um die Innen-/Altstadt zu beleben. Zeit, die sinnlos verstrichen ist und hunderte von Bürgern in Arbeitskreisen enttäuscht wurden, weil nahezu nichts umgesetzt, was an Ideen eingebracht wurde.

Hallo wach! Die Lebensgewohnheiten haben sich schon vor Jahren massiv verändert. Alles mit dem Auto in einer alternden Gesellschaft! Wie kann ich da mit einer Fußgängerzone punkten? Sie ist jeden Tag nahezu leer.

Die Menschen/Kunden wollen am liebsten vor der Haustür parken. Das ist so. Nicht wegschauen.

Fazit: Ganz einfach mal neu denken, anstatt an Mechanismen der 80er und 90er Jahre krampfhaft zu klammern. Liebe Stadträte: Die Fußgängerzone hat ausgedient. Punkt. Es gilt, den Verkehr über die Königstraße (Einbahnstraße beibehalten) einfließen zu lassen und über die Poststraße/Plätzel (ebenfalls Einbahnstraße) zum Marktplatz führen.

Wo ich parken kann, kaufe ich auch ein. Mal Gedanken machen. Text. Foto. rw.