23.09.2025 - Restmüll. Trennen. Noch immer ein Riesen-Problem.

Im Netz hat der Kreis eine bebilderte Abfalltrennhilfe in deutsch, englisch, arabisch und ukrainisch zur Verfügung gestellt. Adresse. www.suedliche-weinstrasse.de/wertstoffapp

SÜW. Der Landkreis SÜW will die Menge an anfallenden Restabfällen in den kommenden Jahren deutlich verringern. Dass dafür Bedarf besteht, zeigen die Ergebnisse der jüngsten Sortieranalyse. Auch, wie das klappen kann, war den Analyseergebnissen im Ansatz schon zu entnehmen. Denn für mehr als 60 Prozent dessen, was im Kreis SÜW so in der schwarzen Tonne landet, gibt es eigentlich einen günstigeren Entsorgungsweg, sowohl was die Umwelt als auch den Geldbeutel der Gebührenzahlerinnen und -zahler angeht. 

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77 von 123 Kilo Restmüll gehören woanders hin.

Von den durchschnittlich pro Person und Jahr im Kreis anfallenden 123 Kilogramm Restmüll gehören 77,4 Kilogramm gar nicht in die schwarze Tonne. Wenn nur ein Teil davon richtig entsorgt werden würde, wären die Restmüllmengen bereits deutlich reduziert.

„Eine grundlegende Voraussetzung für die hochwertige Verwertung von Wertstoffen ist die getrennte Sammlung", betont Landrat Dietmar Seefeldt. „Die Analyseergebnisse zeigen. Leider gehen nach wie vor große Mengen an Wertstoffen über den Restmüll verloren, was das Recycling erheblich beeinträchtigt. Sprich. Vieles, das mit dem Restmüll für immer verbrannt wird, könnte eigentlich noch weiterverwendet werden."

123 Kilo pro Person und Jahr.

Bernd Klinkhammer vom Unternehmen teamwerk AG stellte in der jüngsten Sitzung des Werkausschusses für den Eigenbetrieb WertstoffWirtschaft die entsprechenden Ergebnisse im Detail vor. Der größte Brocken. In den 123 Kilogramm Jahresabfallmenge steckten aufs Gewicht gesehen statistisch 30 Prozent Bioabfälle (rund 37 Kilogramm). Diese könnten eigentlich über die grüne Tonne oder den Kompost als wertvolle Ressourcen weiterverwendet werden. Besonders kurios. Verpackte Lebensmittelabfälle machten nochmal 10,89 Kilogramm aus. Also gekaufte, aber gar nicht verwendete Produkte, die noch nicht einmal ausgepackt worden waren. Außerdem fand sich ein hoher Anteil an Glas, Papier oder Plastik im SÜW-Restmüll. Die Menge dieser sogenannten trockenen Wertstoffe lag bei durchschnittlichen 21,34 Kilogramm pro Jahr und Person. Auch für diese Stoffe gibt es eigentlich jeweils einen viel besseren Entsorgungsweg als den Restmüll: die entsprechenden Altglascontainer, die Papiertonne und den Gelben Sack. Text. sp.

Im Netz.
Hilfe beim Mülltrennen.
www.suedliche-weinstrasse.de/abfalltrennhilfe  

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