01.02.2026 - Ansturm. Auf neues Kirchen-Konzept-Gebäude.

Brechend voll bei der offiziellen Eröffnung am gestrigen Samstagnachmittag. Hier das Bistro Leporello im 2. OG. Foto. rw.

BZA. Größer können Unterschiede wohl kaum sein. Am gestrigen Samstagmorgen, gegen 9 Uhr, stand der BZAer Dekan Dietmar Zoller, wie so oft auf dem P-Platz vor dem neuen Zentrum für Miteinander und Nachhaltigkeit (ZMN) der protestantischen Kirchengemeinde in der Weinbergstraße in BZA und legte selbst Hand an. Er fegte den überschüssigen Fugensand beiseite. Einige Stunden später folgte, um biblischen Wortschatz zu benutzen, eine regelrechte Offenbarung bei der offiziellen Eröffnung. Denn Hunderte, aberhunderte von Neugierigen strömten in die alte Druckerei, um zu sehen, wie das Konzept der Kirchengemeinde in echt aussieht. Der Andrang war so groß, dass teilweise kaum mehr ein Durchkommen war. Fulminant.

Lesezeit: 01:23 Minuten

Das Konzept. 

Etwas Besonderes. Eine Mischung querbeet des sozialen und gesellschaftlichen Lebens und Kirchenarbeit. Die Kirche hat die Jahre lang leer stehende alte Druckerei zu neuem Leben erweckt. Von der Idee bis zur Eröffnung sind 5 Jahre vergangen. Und was am gestrigen Samstag der breiten Öffentlichkeit präsentiert wurde, kann sich mehr als sehen lassen. 

Im Erdgeschoss gibt es ein Sozialkaufhaus mit Artikeln querbeet. Von Kleidung, Schuhen über Decken, Matratzen, Geschirr, und, und, und. Im ersten OG sind unter anderem Zimmer für Obdachlose und Verwaltungsräume für die Kirchengemeinde und Diakonie untergebracht. Im zweiten OG gibt es einen Jugendraum. Und das Bistro Leporello lädt zum Verweilen ein. 

Die Kosten.

Laut Dekan Zoller sind die Kosten für das von Architekt Jens Huck geplanten Projektes von ursprünglich avisierten 3,3 Millionen auf wohl letztlich 4,6 Millionen Euro gestiegen. Die Kirchengemeinde selbst musste „lediglich“ 1,6 Millionen aus eigenen Mitteln stemmen. Der verbleibende Löwenanteil setzt sich durch Spenden, Zuwendungen und Zuschüssen zusammen.

Hierbei dankte Dekan Zoller neben vielen Klein- und Privatspenden insbesondere der Dietmar-Hopp-Stiftung und dem Land RLP, das sich über das LEADER-Förderungsprogramm beteiligte, sowie bei etlichen weiteren Institution, die finanziell zur Finanzierung beigetragen haben.

Zoller. Haus mit Leben füllen.

Nach der langen Bauzeit, in der es für ihn durchaus schlaflose Nächte gegeben habe, beginne jetzt erst die richtige Arbeit. „Das Haus mit Leben füllen“, so Zoller. 

Und welchen Stellenwert das Projekt hat, zeigte die Präsenz von Amts- und Würdenträgern. Unter anderem Ministerpräsident Alexander Schweitzer, Landrat Dietmar Seefeldt. Bürgermeisterin Kathrin Flory, Stadtbürgermeister Hermann Augspurger. Oder auch Oberkirchenrat Markus Jöckle. Text. rw. 

Von links. Ministerpräsident Alexander Schweiter, Dekan Dietmar Zoller und Architeckt Jens Huckle. Foto. rw.
Von links. Ministerpräsident Alexander Schweiter, Dekan Dietmar Zoller und Architeckt Jens Huckle. Foto. rw.
Einblicke in das Sozialkaufhaus im EG ... Foto. rw.
Einblicke in das Sozialkaufhaus im EG ... Foto. rw.
... auch hier war der Andrang groß ... Foto. rw.
... auch hier war der Andrang groß ... Foto. rw.
... bis auf Lebensmittel gibt es hier alles querbeet für den täglichen Bedarf. Foto. rw.
... bis auf Lebensmittel gibt es hier alles querbeet für den täglichen Bedarf. Foto. rw.
Das neue Zentrum für Miteinander und Nachhaltigkeit in der alten Druckerei in der Weinbergstraße von BZA. Foto. rw.
Das neue Zentrum für Miteinander und Nachhaltigkeit in der alten Druckerei in der Weinbergstraße von BZA. Foto. rw.

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