Der ermittelte Fremdstoffanteil liegt im Durchschnitt bei 2,6 Prozent. Damit liegt das Ergebnis unter dem in der Bioabfallverordnung genannten Rückweisungswert von 3 Prozent Fremdstoffen. Wird dieser Wert bei angeliefertem Bioabfall überschritten, kann der Bioabfallbehandler die Rücknahme der Anlieferung verlangen. 0,7 Prozentpunkte entfallen bei der Analyse auf Kunststoffe, weitere 1,8 Prozentpunkte auf sonstige Fremdstoffe. Insgesamt besteht der untersuchte Bioabfall damit zu rund 97 Prozent aus den Materialien, die tatsächlich in die Biotonne gehören.
„Das ist ein erfreuliches Ergebnis und zeigt, dass die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis ihren Bioabfall bereits sehr sorgfältig trennt", sagt Landrat Dietmar Seefeldt. EWW-Werkleiter Christoph Stöffler ergänzt. „Jeder Fremdstoff, der gar nicht erst in der Biotonne landet, erleichtert die weitere Verwertung des Bioabfalls. Deshalb lohnt es sich, auch künftig genau darauf zu achten, was in die Biotonne gehört. Und was nicht."
Proben in Offenbach, Edenkoben und Herxheim untersucht.
Für die Analyse wurden unterschiedliche Bebauungsstrukturen im Landkreis berücksichtigt. Die Proben stammten aus Offenbach, Edenkoben und Herxheim. Untersucht wurden Bereiche mit drei- bis fünfgeschossiger Wohnbebauung sowie Gebiete mit Ein- und Zweifamilienhäusern in gewachsenen beziehungsweise neueren Strukturen. Die Proben wurden getrennt gesammelt und anschließend in der Sortier- und Analyseanlage der beauftragten Teamwerk AG untersucht.
Dabei zeigten sich zwischen den untersuchten Bebauungsstrukturen gewisse Unterschiede: In Gebieten mit Ein- und Zweifamilienhäusern lag der Fremdstoffanteil bei 2,3 beziehungsweise 2,4 Prozent. In der untersuchten mehrgeschossigen Wohnbebauung wurden 3,0 Prozent festgestellt. Über alle untersuchten Bereiche hinweg ergibt sich der durchschnittliche Fremdstoffanteil von 2,6 Prozent. Text. sp.