04.02.2026 - Equal Pay Day. Am 27. Februar. Vortrag.

Werben für den Equal Pay Day. Von links. Die Gleichstellungsbeauftragten Isabelle Stähle (Kreis SÜW), Laura Hess (Stadt LD) und Lisa Trog (Kreis GER). Foto. KV. GER. Frei.

SÜDPFALZ. Der Equal Pay Day am 27. Februar markiert den Tag, bis zu dem Frauen in diesem Jahr im Durchschnitt und im übertragenen Sinn „gratis" arbeiten, im Vergleich zum durchschnittlichen Jahreseinkommen der Männer. 

Lesezeit: 01:48 Minuten

In Deutschland liegt der „Gender Pay Gap", die geschlechtsspezifische Entgeltlücke, aktuell bei 16 Prozent. Das heißt, eine Frau verdient im Jahr im Schnitt 16 Prozent weniger als ein männlicher Kollege. „Langfristig führt diese Lohnlücke zu deutlich verringerter Vermögensbildung, niedrigeren Rentenansprüchen und geringerer finanzieller Unabhängigkeit bei Frauen. Mit Folgen für die Familien- und Gesellschaftsdynamik, das wirtschaftliche Wachstum und die soziale Sicherheit. 

Flagge zeigen.

Das ist nicht akzeptabel!", sind sich die Gleichstellungsbeauftragten Isabelle Stähle (Kreis SÜW), Lisa Trog (Kreis GER) und Laura Hess (Stadt LD) einig. Sie alle werden am 27. Februar an ihrem jeweiligen Verwaltungsgebäude als deutliches Zeichen gegen den „Gender Pay Gap" setzen, indem sie dort jeweils eine Flagge zum „Equal Pay Day" hissen.

Die Ursachen.

Zu den Ursachen für das geschlechterspezifische Ungleichgewicht bei den Jahreseinkommen gehören laut den Gleichstellungsbeauftragten unter anderem die ungleiche Verteilung von Jobs in Führungs- und Verantwortungspositionen und dass Sorgearbeit nicht genug finanziert und wertgeschätzt wird. Mutterschafts- und Familienphasen trügen ebenfalls wesentlich zur Lohnlücke bei.

Vortrag. Von Autor Sascha Verlan. 21. Mai.

Schon frühzeitig wollen die Gleichstellungsbeauftragten in diesem Zusammenhang auf eine gemeinsame Veranstaltung hinweisen: Für den 21. Mai um 19 Uhr konnten sie Sascha Verlan, ein renommierter Autor („Die Rosa-Hellblau-Falle. Für eine Kindheit ohne Rollenklischees" oder „Equal Care. Über Fürsorge und Gesellschaft") aus Esslingen, für einen Online-Vortrag gewinnen. Sein Vortrag „EqualCare & MentalLoad mit Sascha Verlan" beleuchtet individuelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen der aktuellen Organisation von Care-Arbeit. Im Fokus stehen faire Verteilungsmodelle in Unternehmen und Familien sowie praktische Ansätze für eine gerechtere Aufteilung der Sorgearbeit. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Anmelden. Für Online-Vortrag. 

Interessierte können sich per E-Mail an gleichstellungsbeauftragte@remove-this.kreis-germersheim.de für den kostenfreien Vortrag anmelden. Veranstalter ist eine Kooperationsinitiative der Gleichstellungsstellen der Landkreise GER und SÜW sowie der Städte LD, SP und NW.
In den Programmen von SÜW, GER sowie LD rund um den Internationalen Frauentag im März finden sich weitere Angebote zum Thema. Text. sp. 

Im Netz.

www.suedliche-weinstrasse.de/gleichstellung 

www.kreis-germersheim.de/gleichstellung www.landau.de/gleichstellung 

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