05.02.2025. 750 Jahre Kapellen. Mennoniten und Verstehen. Hiwwe wie Driwwe. Kino-Abend. Vom Leben hier und der Amish. Morgen und Samstag.
05.02.2025. 750 Jahre Kapellen. Mennoniten und Verstehen. Hiwwe wie Driwwe. Kino-Abend. Vom Leben hier und der Amish. Morgen und Samstag.
Es sind Millionen. Sie sprechen Pfälzisch aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Amish People und Alte-Ordnungs-Mennoniten. Kein Strom. Keine Autos und ansonsten sehr altbacken. Aber sehr fleißig und geschäftstüchtig ...
KAPELLEN-DRUSWEILER. Wer mit den Old Order Mennonites in einem Weiler namens Heidelberg im kanadischen Ontario eine Scheune in 3 Tagen gezimmert hat. Wer Roy Hershberger in dem 2500-Einwohner-Städtchen Millertown in Ohio hat die schweren Lederschuhe (selbstredend ohne Socken, weil die kosten ja Geld) hat ausziehen sehen und ihn lustig aufstachelnd hat reden hören. „Ja konnschd' Du kää deitsch?“ Und wer dann folgende Antwort auf die Frage nach den vielen Kindern in den Familien (7 im Schnitt) und was man mit diesen macht, bekommt, die pfälzisch-einfacher nicht sein kann: „Abfiiedere unn groaßzieche ...“ Der weiß, er ist zuhause. Wenn auch in der Fremde. Das sind diese gottesfürchtigen Protestanten mit Pfälzer Wurzeln seit Jahrhunderten. Und diese Fremde kehrt nun zum 750. Ortsjubiläum von Kapellen ein Stück weit in die Heimat zurück. Mit den Filmvorführungen „Hiwwe wie driwwe 1“ am morgigen Donnerstag im Gemeindehaus auf dem Deutschhof, 19.30 Uhr. Der zweite Teil wird am Samstag, 8. Februar, gleich zwei Mal im Gemeindehaus gezeigt. Um 16 und um 19.30 Uhr. Mit von der Partie sind Ideengeber Michael Landrgraf aus NW und Filmemacher Benjamin Wagener.
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Die Sprachvariante „Pennsylvania Dutch“ oder auch „Pennislfaanisch Deitsch“ wird heute noch in den US-Bundesstaaten Pennsylvania, Ohio und Indiana sowie im kanadischen Ontario gesprochen und findet sich verstärkt in mennonitischen oder amischen Glaubensgemeinschaften.
Hintergrund.
Um religiöser Verfolgung zu entgehen, wanderten vor allem im 18. Jahrhundert Mitglieder verschiedener protestantischer Glaubensrichtungen nach Pennsylvanien aus. Viele stammten aus der historischen Kurpfalz, aber auch aus den angrenzenden Gebieten in Baden, Württemberg, der deutschsprachigen Schweiz und dem Elsass.
An den beiden Tagen bekomen die Besucher vor dem Film einen kleinen Einblick in die Geschichte der Deutschhöfer und Kaplaneihöfer Mennoniten, es wird der Film gezeigt und anschließend gibt es Raum für Gespräche. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Filmemacher Benjamin Wagener wird anwesend sein sowie Protagonist und Mundartexperte Michael Landgraf.
Info. Reservierungen.
Der Platz im Gemeindehaus ist mit zirka 100 Plätzen begrenzt, Resvieren wird deshalb empfohlen. Per E-Mail an kulturverein@kapellen-drusweiler.de oder bei Ulrike Job (Tel. 06343 10772) Eintritt Erwachsene 10 Euro, Jugendliche bis 15 Jahre 7 Euro. Veranstalter ist der Kulturverein Kapellen-Drusweiler e.V. zusammen mit der Mennonitengemeinde Deutschhof. Text. sp. rw.
... sie führten mit ihren Kutschen und knopflosen Kleidungsstücken viele Jahre ein Schattendasein in den USA und Kanada. Seit Kevin Costners Film-Klassiker "Der letzte Zeuge" sind sie weltberühmt geworden. Und morgen gibt es in Kapellen-Drusweiler Einblicke in ihr Leben. Fotos. Netz. Frei.
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