Ulrich Kraus, am 16. Juli 1938 in Werne an der Lippe geboren und studierter Jurist, trat am 1. Januar 1974 als Zweiter Beigeordneter in den Stadtvorstand der Stadt Landau ein. Vom 1. November 1988 bis zum 31. Oktober 1998 war er Bürgermeister und damit Erster Beigeordneter. In dieser Zeit verantwortete er als Dezernent unter anderem das Sozialamt, das Jugendamt, das Rechtsamt sowie das Amt für Schulen, Kultur und Sport. Landau bezeichnete der Westfale stets als seine Heimatstadt.
OB Dominik Geißler, Bürgermeister Lukas Hartmann und Beigeordnete Lena Dürphold erklären gemeinsam. „Mit Ulrich Kraus verliert die Stadt Landau eine prägende Persönlichkeit, die sich über Jahrzehnte mit großem Verantwortungsbewusstsein, fachlicher Kompetenz und menschlicher Zugewandtheit für unsere Stadt eingesetzt hat. Viele der von ihm angestoßenen Entwicklungen wirken bis heute fort.“
Sein Wirken.
Die Amtszeit von Ulrich Kraus war geprägt von zahlreichen wegweisenden Projekten, die die Stadt bis heute nachhaltig prägen. Zu den herausragenden Meilensteinen in seinen Zuständigkeitsbereichen zählen die Einführung des städtischen Ferienpasses, die Gründung des Hauses der Jugend, der Bau der Rundsporthalle, die Sanierung des Stadions und des Jahn-Sportplatzes, die Gründung der Ökumenischen Sozialstation und des Sozialzentrums sowie die Gesamtsanierung des städtischen Krankenhauses.
Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt blieb Ulrich Kraus gesellschaftlich engagiert. Er war als Rechtsanwalt tätig und setzte sich unter anderem als Sprecher der Bürgerinitiative gegen den vierspurigen Ausbau der B 10 ein. Text. sp.