In den vergangenen Wochen hat die Sparkasse Südpfalz eine Vorstudie durchgeführt und das Vorhaben in enger und konstruktiver Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung zu einem Projekt weiterentwickelt. Mit der am gestrigen Donnerstag erfolgten Veröffentlichung und der Information im Hauptausschuss der Stadt LD startet nun die dreimonatige Projektphase. Dabei will die Sparkasse Südpfalz das Gelände vom der derzeitigen Besitzer Ehret & Klein erwerben.
Das geplante Dienstleistungszentrum wird die beiden bisherigen großen Standorte, die Zentrale in der Marie-Curie-Straße und die Marktdirektion in der Ostbahnstraße, zu einem zentralen, zukunftsorientierten Haus zusammenführen. Damit wird nicht nur ein zentraler Standort geschaffen, sondern auch ein wichtiges Signal für die dynamische Entwicklung der Stadt gesetzt. So die Sparkasse.
Zukunftsweisendes Projekt für die gesamte Region
„Kaum ein Projekt hat eine größere Bedeutung für die Zukunft unserer Stadt als dieses", unterstreicht OB Dominik Geißler. „Die offene Baugrube gegenüber des Hauptbahnhofs war bislang ein Symbol für Stillstand. Ein jahrelanger Baustopp mit ungewissem Ausgang und negativen Folgen kann jetzt verhindert werden. Durch die geplante Umsiedlung und die Ansiedlung zahlreicher Arbeitsplätze gewinnt die gesamte Innenstadt, besonders das Bahnhofsumfeld und die östliche Ostbahnstraße, enorm. Gleichzeitig schafft die Entwicklungsabsicht der Sparkasse neue, sinnvolle Perspektiven für die städtebauliche Zukunft in Landau insgesamt."
Sparkasse kehrt in Innenstadt zurück.
„Mit diesem Projekt schaffen wir nicht nur ein neues Gebäude, sondern das neue ,Dehäm' unserer Sparkasse", betont Vorstandsvorsitzender Svend Larsen. „Wir wollen ein modernes, leistungsfähiges und nachhaltiges Dienstleistungszentrum errichten, das unseren Kunden ein optimales Beratungserlebnis bietet, unseren Mitarbeitern moderne Arbeitswelten ermöglicht und gleichzeitig die städtebauliche Entwicklung Landaus maßgeblich voranbringt."
Gastronomie und Konferenzflächen geplant.
Ergänzend zur Nutzung durch die Sparkasse ist derzeit ein gastronomisches Angebot geplant sowie die Schaffung von Konferenz- und Büroflächen in moderner und offener Umgebung mit einzigartiger verkehrstechnischer Anbindung.
Bisher zwei große Häuser an einem Standort zusammenführen.
Mit dem neuen Dienstleistungszentrum verfolgt die Sparkasse Südpfalz mehrere Ziele: Die Bündelung der beiden großen Häuser an einem Standort ermöglicht eine effizientere Nutzung von Ressourcen und kurze interne Abstimmungswege. „Das neue Gebäude wird Arbeitsplatz für 400 unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein", erklärt Vorstandsmitglied Iris Kommritz. „Wir schaffen hier ein Umfeld, das moderne Formen der Zusammenarbeit fördert.“ Der Hauptbahnhof sowie der Busbahnhof befinden sich direkt gegenüber des neuen Standorts, eine doppelgeschossige Tiefgarage sorgt für ausreichend Parkmöglichkeiten.
Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung.
Ein zentrales Element des Projektes ist die Nachhaltigkeit. Der Neubau wird nach höchsten ökologischen Standards errichtet, CO-2-neutral betrieben und mit modernster Gebäudetechnik ausgestattet. „Mit diesem Projekt setzen wir ein klares Zeichen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit", betont Benjamin Hirsch. „Wir wollen nicht nur funktional, sondern auch ökologisch zukunftsweisend sein und Verantwortung für kommende Generationen übernehmen."
Städtebauliche Aufwertung und neue Perspektiven.
Bürgermeister Lukas Hartmann begrüßt die Chance, die sich durch die Entwicklungsabsicht für die künftige Nutzung des bisherigen Sparkassen-Gebäudes in der Ostbahnstraße ergeben könnte. „Die freiwerdenden Flächen könnten uns die Möglichkeit geben, städtische Verwaltungsbereiche in der Innenstadt zu bündeln und bürgerfreundlich weiterzuentwickeln." Die Stadtverwaltung benötige zusätzliche Büroräume, um in Zukunft nicht mehr auf angemietete Flächen angewiesen zu sein, erläutert der zuständige Dezernent des Gebäudemanagements (GML). Bisher müsse die Verwaltung pro Jahr noch rund 620.000 Euro für angemietete Räumlichkeiten aufwenden. Als konkretes Beispiel für eine zeitnahe Nutzung in der Ostbahnstraße nennt Hartmann den möglichen Umzug des GML, um dem Raumbedarf der Pestalozzi-Schule zu begegnen. „Das lässt sich nach ersten Einschätzungen zügig umsetzen", informiert er.
Nächste Schritte und Zeitplan. 2028 Umzug.
Nach der Zustimmung des Hauptausschusses der Stadt LD beginnt die Sparkasse Südpfalz nun gemeinsam mit ihrem Projektpartner der Bösherz-Gruppe eine dreimonatige Projektphase, in der die Vorplanung konkretisiert wird. Bei positivem Projektabschluss und Bewilligung in den Gremien könnte der Bau im zweiten Quartal 2026 beginnen. Der Umzug in das neue Gebäude wäre für Mitte 2028 realisierbar. Text. sp.