„Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März ist es wichtig, auf eine neue Form digitaler Gewalt aufmerksam zu machen. Die nicht einvernehmliche Manipulation und Verbreitung von Bildern mithilfe Künstlicher Intelligenz. Besonders häufig sind Frauen betroffen. Aus einem normalen Foto können innerhalb kürzester Zeit sexualisierte Inhalte entstehen, die ohne Zustimmung verbreitet werden und für Betroffene schwerwiegende persönliche, berufliche und gesellschaftliche Folgen haben.
Deep Fakes sind keine Bagatelle, sondern digitale Gewalt. Wer eine Frau mithilfe von KI zu pornografischen Inhalten manipuliert, greift ihre Würde und ihr Sicherheitsgefühl an. Auch wenn die Bilder gefälscht sind – Scham, Angst und Rufschäden sind real. Solche Angriffe zielen darauf ab, Frauen einzuschüchtern, sie zu diskreditieren und sie aus der Öffentlichkeit zu drängen.“
Auf europäischer Ebene bestehen bereits wirksame rechtliche Instrumente, um gegen nicht einvernehmlich verbreitete intime Inhalte sowie KI-basierte Manipulationen sexualisierter Darstellungen vorzugehen, darunter der Digital Services Act, der AI Act sowie neue Vorschriften zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen.
„Europa hat die Regeln. Jetzt kommt es darauf an, sie konsequent durchzusetzen. Plattformen müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und illegale Deep Fakes schnell entfernen. Betroffene brauchen einfache und wirksame Wege, solche Inhalte zu melden und löschen zu lassen. Die Anwendung des europäischen Rechts und der Schutz von Frauen dürfen nicht im Namen technologischen Fortschritts übergangen werden – denn echter Fortschritt bedeutet, Innovation und Sicherheit gleichermaßen mitzudenken, online wie offline“, so Schneider. Text. sp.