07.11.2026 - „Liveable Cities“. Projekt zu Klimaanpassung.

Freuen sich über den Förderbescheid (v.l.n.r.): Jenni Follmann (Leiterin städt. Klimastabsstelle), Staatssekretär Daniel Stich, Bürgermeister Lukas Hartmann, Prof. Wilko Manz und Maximilian Krauß (beide Fachbereich Bauingenieurwesen/Institut für Mobilität und Verkehr, RPTU), Prof. Dr. Oliver Frör (Vizepräsident RPTU), Daniel Fenrich (Stv. Leitung städt. Klimastabsstelle). Foto. Stadt. LD.

LD. KL. Gemeinsam für Europas Städte von morgen. Die Stadt LD und die Technische Universität KL-LD (RPTU) erhalten 119.000 Euro Landesförderung für das Klimaanpassungsprojekt „Liveable Cities“, lebenswerte Städte.

Lesezeit: 02:45 Minuten

Wie können Städte grüner werden und sich besser gegen die Folgen des Klimawandels wappnen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das europäische Projekt „Liveable Cities“, an dem sich die Stadt LD und die Uni KL-LD gemeinsam beteiligen. Für ihre Arbeit im Projekt erhalten beide Partner insgesamt 119.000 Euro vom Land. Daniel Stich, Staatssekretär im Energie- und Klima-Ministerium hat den Förderbescheid nun im Empfangssaal des LDer Rathauses überreicht.

„Lebenswerte Städte entstehen dort, wo wir Klimaschutz, Artenvielfalt und eine hohe Aufenthaltsqualität zusammendenken. Europäische Kooperationen bieten dafür wertvolle Impulse und konkrete Lösungsansätze. Mit unserer Kofinanzierung helfen wir dabei, dass auch Kommunen, die finanziell weniger Spielraum haben, von diesen Chancen profitieren und innovative Ideen vor Ort umsetzen können“, sagte Staatssekretär Daniel Stich.

Quartiere grüner gestaltenBürgermeister Lukas Hartmann freut sich über die Unterstützung des Landes. „Wir wollen unsere Quartiere grüner und auch an heißen Tagen lebenswert gestalten. Gemeinsam mit der RPTU und unseren europäischen Partnerstädten können wir wissenschaftliche Erkenntnisse nutzen, voneinander lernen und konkrete Lösungen für LD entwickeln. Wir sind dem Land dankbar, dass es uns dabei unterstützt, dieses wichtige Projekt auf den Weg zu bringen.“

Die Partner. Aus ganz Europa. Entsiegelung und Wasser.

Das Projekt „Liveable Cities“ bringt 13 Partner aus sechs europäischen Ländern zusammen. Neben LD gehören unter anderem Straßburg in Frankreich, Cork in Irland, Antwerpen in Belgien, Saarlouis im Saarland und Utrecht in den Niederlanden zum beteiligten Städtenetzwerk. Gemeinsam wollen die Partner Lösungen für Herausforderungen entwickeln, die viele Städte kennen. Versiegelte Flächen, Luftverschmutzung, schwindende Artenvielfalt und die zunehmende Belastung durch Hitze und Starkregen. Ein wichtiger Ansatz ist dabei die sogenannte blau-grüne Infrastruktur. Dazu gehören beispielsweise Bäume, Grünflächen und begrünte Dächer ebenso wie natürliche Wasserelemente und Flächen, auf denen Regenwasser versickern kann. Solche Maßnahmen können Städte abkühlen, Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen und helfen, Regenwasser besser zurückzuhalten.

Zwei Pilot-Maßnahmen.

In LD setzen Stadt und RPTU gemeinsam zwei konkrete Pilotmaßnahmen um. Die städtische Klimastabsstelle koordiniert die Projektarbeit aufseiten der Stadt. Im „Klimaviertel Horst“ soll ein Konzept für ein stadtweites Grünnetz entwickelt werden. Dazu gehören beispielhafte Maßnahmen für mehr blau-grüne Infrastruktur und die Umgestaltung ausgewählter Straßenräume. In der Südstadt geht es darum, Möglichkeiten für Entsiegelung und Begrünung zu untersuchen. Die RPTU begleitet die Arbeiten wissenschaftlich und führt dazu Untersuchungen vor Ort durch.

Übertragbare Lösungen entwickeln.

„Die Zusammenarbeit von Stadt und Wissenschaft ist eine große Chance, um Klimaanpassung nicht nur theoretisch zu betrachten, sondern konkrete und übertragbare Lösungen zu entwickeln. Wir wollen untersuchen, wie sich blau-grüne Infrastruktur unter den besonderen Bedingungen bestehender Stadtquartiere umsetzen lässt“, sagt Prof. Dr.-Ing. Wilko Manz vom Fachgebiet Mobilität und Verkehr des Fachbereichs Bauingenieurwesen an der RPTU.

Neben den konkreten Maßnahmen vor Ort spielt auch der Wissenstransfer eine wichtige Rolle. Im Rahmen des Projekts sollen mehr als 190 Menschen aus Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft qualifiziert werden. Die Partner wollen ihre Erfahrungen austauschen und Erkenntnisse so aufbereiten, dass sie auch für andere Städte nutzbar sind. Text. sp.

- Anzeigen -

TV Bad Bergzabern

Vielseitig. Familiär. Sportlich. Turnen, Leichtathletik, Schwimmen, Basketball und noch viel mehr. Schaut doch einfach auf der Homepage vorbei, was für tolle Sportangebote es beim TV Bad Bergzabern gibt.
www.tv-badbergzabern.de