Den ersten Spatenstich für das Bauprojekt feierte das Pfalzklinikum gemeinsam mit Nicole Steingaß, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit (MWG) RLP, und weiteren Kooperationspartnern aus der Region.
Weit mehr als nur 10 Plätze zusätzlich.
Für den Erweiterungsbau ist eine Bauzeit von vier Jahren vorgesehen. Kernstück des Bauprojektes ist ein Gebäudekomplex mit einem umschlossenen, begrünten Innenhof, der jederzeit für die Patienten zugänglich ist. Zudem wird eine Sporthalle für mehr Bewegung im hochgesicherten Bereich sorgen. Neben einer Trennung von geschlossenem Therapie- und offenem Reha-Bereich sieht das Konzept zudem mehr Platz für verschiedene Therapieansätze, persönlichen Rückzug, Schule und Ausbildung vor. Mit der Fertigstellung stehen dem Jugendmaßregelvollzug 2.319 statt wie bisher 1.307 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung.
Klinikum. Erweiterung notwendig.
Im Jugendmaßregelvollzug des Pfalzklinikums werden Jugendliche und Heranwachsende im Alter von 14 bis 21 Jahren behandelt, die aufgrund einer psychischen Erkrankung eine Straftat begangen haben. Um den Anforderungen moderner Therapieräume und einer altersgerechten und sicheren Unterbringung gerecht werden zu können, ist ein Erweiterungsbau am Standort Klingenmünster notwendig. Damit kann maßgeblich zu einer erfolgreichen Therapie der Patienten beigetragen werden. Ziel der Behandlung ist es, die Jugendlichen und Heranwachsenden mit Therapie, Schule und Ausbildung wieder in die Gesellschaft einzugliedern und ein straffreies Erwachsenenleben zu ermöglichen.
„Wir freuen uns, dass wir nach intensiver Planungszeit jetzt mit dem Erweiterungsbau beginnen können“, sagen Dr. Wolfgang Weissbeck, Unterbringungsleiter sowie Leitender Arzt, und Ralf Dreisigacker, Pädagogisch-Pflegerischer Bereichsleiter im Jugendmaßregelvollzug. „Mit dem größeren Raumangebot können wir differenzierter behandeln und schutzbedürftigen Patienten besser gerecht werden.“
Auch Pfalzklinikum-Geschäftsführer Paul Bomke ist der neue Bau ein Anliegen. „Mit dem Erweiterungsbau können wir mehr Patienten aufnehmen und die Bedingungen für die Therapie verbessern. Ziel ist es, dass die Patienten nach der Behandlung wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden und ein straffreies Leben führen. Mit dem neuen Gebäude können wir dieses Ziel noch besser erreichen.“
Wichtiges Signal für die Region.
Hans-Ulrich Ihlenfeld, Bezirkstagsvorsitzender und Vorsitzender des Verwaltungsrates des Pfalzklinikums ergänzt. „Für uns als Bezirksverband Pfalz und Träger des Pfalzklinikums ist dies ein wichtiges Signal für die Region und unseren Auftrag im Maßregelvollzug. Mit Hilfe des Landes können wir unsere Ideen und Konzepte für einen modernen Jugendmaßregelvollzug umsetzen und attraktive Angebote und Arbeitsplätze schaffen.“
Die Kosten.
Die Gesamtkosten für den Erweiterungsbau belaufen sich auf rund 24,2 Millionen Euro. Diese trägt das Land RLP.
Bessere Bedingungen.
„Mit großer Zuversicht und Freude begrüße ich den Neubau der Jugendforensik. Wir investieren bewusst in dieses wichtige Projekt, weil wir davon überzeugt sind, dass es den betroffenen Jugendlichen neue Perspektiven eröffnet, unsere Einrichtungen stärkt und die bedeutende Rolle der forensischen Psychiatrie im gesamten Versorgungssystem nachhaltig unterstreicht“, so Staatssekretärin Nicole Steingaß. Text. sp.