Lukas Hartmann. „Der Hinweis mit dem Banner trifft einen wichtigen Punkt. Auch wir als öffentliche Hand stehen in der Verantwortung, unsere Denkmäler zu erhalten. Diese Verantwortung nehmen wir ernst. Gerade dann, wenn die Rahmenbedingungen schwierig sind.“
Land hat Zuschussantrag abgelehnt.
Die Stadt hatte im Juni 2025 einen Förderantrag für die Sanierung des Glockenturms beim Land gestellt. Die Gesamtkosten wurden auf rund 180.000 Euro geschätzt, ein Zuschuss von etwa 60.000 Euro war eingeplant. Mit Schreiben vom 10. März dieses Jahres wurde der Antrag jedoch aufgrund überzeichneter Förderprogramme abgelehnt.
Prüfen. Sanierung auch ohne Fördermittel angehen?
Vor diesem Hintergrund wird die Angelegenheit nun erneut politisch beraten. Zunächst berät der Werkausschuss des städtischen Gebäudemanagements darüber, ob die Sanierung auch ohne Fördermittel umgesetzt werden kann. Alternativ wird geprüft, den Turm zunächst baulich zu sichern. Die endgültige Entscheidung liegt beim Stadtrat.
„Die Entscheidung erfolgt in einem Spannungsfeld“, ordnet Lukas Hartmann ein. „Einerseits besteht der Anspruch, Kulturdenkmäler zu erhalten und als Kommune Vorbild zu sein. Andererseits erfordert die angespannte Haushaltslage eine besonders sorgfältige und sparsame Mittelverwendung.“
Hartmann für Sanierung auch ohne Förderung.
Aus Sicht des Bürgermeisters spricht dabei weiterhin vieles dafür, die Sanierung umzusetzen. Auch wenn dafür städtische Mittel eingesetzt werden müssten. Gleichzeitig ließen die Anforderungen an einen ausgeglichenen Haushalt und die Vorgaben der Kommunalaufsicht nur begrenzte Spielräume, so Lukas Hartmann. Er kündigt außerdem an, dass das angebrachte Banner bis zur Klärung der weiteren Vorgehensweise zunächst hängen bleiben soll. Text. sp.