08.05.2026 - Junges Mittelalter. Kloster St. Gallen.

Mit Pflanzen verziertes Kapitell des Klosters St. Gallen. Foto. Kantonsarchäologie St. Gallen. Rolf Rosenberg. Pressefrei.

ANNWEILER. Am Mittwoch, 20. Mai, findet um 18.30 Uhr im Ratssaal der VG-Verwaltung Annweiler der nächste Vortrag der Reihe „Junge Mittelalterforschung" des Museums unterm Trifels statt. Thema. Die Stiftskirche St. Gallen. Referent ist Dr. Guido Faccani, der in MZ und Basel wirkt.

Lesezeit: 01:01 Minuten

Seit 1847 ist die Stadt St. Gallen in der Schweiz Bischofssitz. Ihre spätbarocke Stiftskirche St. Gallus und Otmar aus den 1760er Jahren gehört zu einem ehemaligen, 1805 aufgehobenen Benediktinerkloster. Zusammen mit dem Klosterbezirk ist die Kirche seit 1983 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.
Die Ursprünge des Klosters reichen ins Jahr 612 zurück, als Gallus, ein Gefährte des irischen Mönchs Columban, in St. Gallen eine Einsiedelei gründete, die bald danach ein Zentrum religiösen Zusammenlebens geworden ist. Die Entwicklung erreichte im 9. Jahrhundert ihren frühmittelalterlichen Höhepunkt, als in dessen zweitem Viertel Abt Gozbert die Klosteranlage architektonisch umfassend neu gestalten ließ. Ein „Produkt“ dieses Prozesses ist der St. Galler Klosterplan.

Im Zuge der zwischen 1963 und 1967 durchgeführten Restaurierung wurde der Untergrund in und teilweise auch bei der Kirche archäologisch untersucht. Dabei kamen nicht nur monumentale Werksteine der bauskulpturalen Ausstattung zutage, sondern es zeigte sich auch, wie es sich mit dem Klosterplan als Vorlage für die tatsächlich gebaute Architektur verhält. Dr. Guido Faccani (Basel/MZ) gibt in seinem Vortrag „Das Kloster St. Gallen im ersten Jahrtausend und seine Bauskulptur" einen Einblick in die frühmittelalterliche bauliche Entwicklung sowie in das europaweit einzigartige Ensemble der karolingerzeitlichen Bauskulptur der 830er Jahre. Text. sp.

- Anzeigen -

TV Bad Bergzabern

Vielseitig. Familiär. Sportlich. Turnen, Leichtathletik, Schwimmen, Basketball und noch viel mehr. Schaut doch einfach auf der Homepage vorbei, was für tolle Sportangebote es beim TV Bad Bergzabern gibt.
www.tv-badbergzabern.de