09.02.2025. Achtsam. Weniger Lebensmittel wegwerfen. Broschüre Mitte Februar.

Wer gezielter einkauft, kann pro Person im heimischen Haushalt bis zu 180 Euro im Jahr einsparen.

SÜW. 76 Kilogramm Lebensmittel werden in Deutschland jährlich im Durchschnitt pro Person gekauft, aber nicht verzehrt, sondern entsorgt. Das hat das Bundesministerium für Ernährung errechnet. Für den Landkreis SÜW bedeutet die statistisch ermittelte Pro-Kopf-Menge, dass in SÜW rund 8.800 Tonnen Lebensmittel pro Jahr zu Abfall werden.

Lesezeit: 02:15 Minuten

Für eine solche Menge bräuchte es 946 Lkw. Das entspricht in etwa der Hälfte der Jahresmenge des Abfalls im Landkreis SÜW, der tatsächlich Tag für Tag von der Umladehalle beim WertstoffWirtschaftszentrum Nord bei Edesheim nach Pirmasens zum Müllheizkraftwerk transportiert wird. Eine dabei größtenteils vermeidbare Menge von Lebensmitteln, die nicht ihrem eigentlichen Zweck zugeführt wird.

Sparpotenzial 180 Euro pro Person im Jahr.

Würden alle Lebensmittel verzehrt, könnten pro Person rund 180 Euro jährlich gespart werden. Deutlich mehr als für die Entsorgung dieser Abfälle bezahlt wird. Durch die Verschwendung von Lebensmitteln landen rund 4,4 Milliarden Tonnen Treibhausgase weltweit in unserer Atmosphäre, wie die Welthungerhilfe bekanntgab.

„Die gute Nachricht ist, dass Verbraucher es selbst in der Hand haben, diese Umweltbelastung durch ihr Einkaufverhalten und Lebensmittelmanagement deutlich zu reduzieren", hält Abfallberaterin Christina Schäfer vom Eigenbetrieb WertstoffWirtschaft (EWW) des Landkreises SÜW fest. „Schon kleine Veränderungen können dabei eine große Wirkung erzielen. Vom cleveren Eintüten am Supermarktregal, über die bedachte Auswahl von Lebensmitteln bis hin zur korrekten Lagerung."

Bedarfsgerechtes Einkaufen sei entscheidend, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Angefangen damit, sich im Vorfeld darüber klar zu werden, welche Mengen tatsächlich benötigt werden und was bereits zu Hause vorhanden ist.

„Dazu gehört im Weiteren, dass umweltbewusste Entscheidungen beim Kauf von Lebensmitteln ebenfalls von großer Bedeutung sind. Plastikverpackungen sollten, wenn möglich, vermieden werden. Wiederverwendbare Obst- und Gemüsenetze bieten hier eine praktische Lösung", gibt die Abfallberaterin als Tipp. „Zudem ist es ratsam, saisonale Produkte zu wählen, da diese nicht nur frischer sind, sondern oft auch eine längere Haltbarkeit aufweisen."

Durch die gezielte Trennung biologischer Abfälle könne nicht nur die Menge an Müll reduziert werden, sondern es könnten auch wertvolle Ressourcen zurückgewonnen werden. Kompostierung verwandelt organische Abfälle in nährstoffreichen Humus, der den Böden zugute kommt und die Pflanzenwelt unterstützt.

Lebensmittel spenden.

Übrig gebliebene Lebensmittel können auch gespendet werden. Dies hilft nicht nur, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, sondern unterstützt gleichzeitig Menschen in Not. Lokale Tafeln sind auf die Unterstützung der Gemeinschaft angewiesen, um bedürftigen Menschen zu helfen. Eine Spende kann dabei den Unterschied zwischen einem leeren Magen und einer warmen Mahlzeit ausmachen.

Tafeln als Abnehmer.
Folgende Tafeln im Landkreis und in der Stadt LD nehmen Lebensmittelspenden an. Die genauen Annahmebedingungen sind dabei von Tafel zu Tafel unterschiedlich.

www.annweiler-tafel.de
www.tafel-bad-bergzabern.de
https://tafel-edenkoben.de
https://tafel-herxheim.com
www.landauer-tafel.de

Info.

Mehr Informationen und Tipps rund um Abfallvermeidung, Wiederverwendung und optimale Abfalltrennung erhalten die Bürger des Landkreises in einer Informationsbroschüre, die Mitte Februar dem Amtsblatt beiliegt. Text. sp. Foto. Pixabay. Frei.

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