09.11.2025 - Gedenken. 9. November. Schicksalstag der Deutschen. Und eine SPD mit einer wohl nicht zu füllenden Wissenslücke ...

Rund 60 bis 70 Menschen kamen zum Gedenken an den Abbruch der Synagoge am heutigen Abend in BZA. Foto. rw.

BZA. Reichspogromnacht mit brennenden und abgebrochenen Synagogen. Und dann die Öffnung der Todesschuss-Grenzen zwischen zweier deutscher Staaten 1989/90. Der 9. November. Besonders auch wurde am heutigen Abend am Gedenkstein, nahe des Marktplatzes in BZA, den Menschen jüdischen Glaubens gedacht, deren Synagoge in jener Nacht des 9. Novembers im Jahre 1938 am Fuße des Glockenturmes „kalt“ abgebrochen wurde. So wie es (auch mit Brandstiftungen) in ganz Deutschland geschah. Gedenktag. Alles auf Einladung der SPD. Und das seit vielen, vielen Jahren. Auch dieses Jahr war die Veranstaltung mit gut 60 bis 70 Teilnehmern wie immer ordentlich besucht und vom Bläserkreis musikalisch umrahmt. Eine sinnvolle und gute Veranstaltung im Sinne der Erinnerung fürwahr. Gleichwohl ...

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… geschichtsvergessende Genossen.

Und doch wieder einmal geschichtsvergessende Genossen. Sie lernen es einfach nicht. Wir von suewpress.de haben zigfach darauf hingewiesen. Aber. Scheint egal zu sein. Da wird erinnert an den 9. November 1989. Mauerfall. Und ja. An das Synagogen-Schleifen am 9. November 1938. 

Wieder einmal verschwiegen ...

Aber wieder einmal verschwiegen wurde von allen Rednern der Freiheits- und Gleichheitswille dieses deutschen Volkes. Nämlich die Ausrufung der Republik durch den eigenen SPD-Reichskanzler Philipp Scheidemann am 9. November im Jahre 1918 auf dem zur Spree zugewandten, rückwärtigen Balkon des Reichstagsgebäudes. Mal wieder mit keinem Wort wurde das Mega-Ereignis der Deutschen Demokratie-Geschichte bei der von der jährlich zur Gedenkveranstaltung einladenden SPD erwähnt. Man müsste sich ja mit der eigenen (Partei-)Geschichte befassen, auf die man durchaus stolz sein sollte. Nun ja, wenn man die eigene Identität nicht kennt. Mann, mann, mann …

Gedenk-Redner waren unter anderem der Dekan des Protestantischen Dekanates, Dietmar Zoller, der Pfarrer der katholischen Pfarrei Edith Stein, Peter Häußler, VG-Bürgermeisterin Kathrin Flory, Stadtbürgermeister Hermann Augspurger. Und ein Vertreter der jüdischen Gemeinde. Und das mit beeindruckenden Worten. Text. rw. 

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