Der Fahrplan.
Der Erste hauptamtliche Beigeordnete wird, im Gegensatz zum Bürgermeister, nicht vom Volk, sondern vom VG-Rat gewählt. So sieht es die Kommunalverfassung von RLP vor. Wer Interesse an dem Wahlamt hat, muss eine Bewerbung im Schloss einreichen. Mindestalter ist 18 Jahre. Die erforderlichen Unterlagen (in der VG-Verwaltung zu erfragen) müssten demnach bis zum 4. Mai im Schloss eingegangen sein. Die Wahl durch den VG-Rat soll dann in der Sitzung am 23. Juni erfolgen.
Hintergrund.
Politisch gelenkt wird die VG BZA durch eine Mehrheits-Phalanx aus SPD, FWG und den Grünen. Bisher stellt jede dieser Koalitionspartner einen Beigeordneten um Bürgermeisterin Flory (SPD). Die FWG bislang mit Engelhard den Ersten und hauptamtlichen Beigeordneten. Mit Hans-Peter Geiger (SPD) den Zweiten Beigeordneten (Ehrenamt) und Clemens Ott (Grüne) den Dritten Beigeordneten, ebenfalls im Ehrenamt.
Die mögliche Nachfolge. Gegenkandidat?
Um die Ausgewogenheit innerhalb der Mehrheits-Koalition zu wahren, liegt es auf der Hand, dass ein Kandidat der Freien in Amt und Würden gewählt werden dürfte. Bislang hat sich aus dem Lager der Freien Wähler niemand geoutet. Gleichwohl läuft es seit Monaten stets auf den selben Namen hinaus. Hermann Augspurger, zurzeit ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt BZA. Er selbst hat sich noch nicht geäußert. Sollte er seinen Hut in den Ring werfen und zum hauptamtlichen Beigeordneten der VG BZA bestimmt werden, muss er das Amt des Stadtbürgermeisters aufgeben. So sieht es die Kommunalverfassung RLP vor.
Bei der ganzen Sache gibt es allerdings womöglich noch ein Spannungsmoment. Seit Monaten bringt sich eine Person aus den eigenen FWG-Reihen suewpress.de gegenüber als möglichen Gegenkandidat zu Augspurger ins Spiel. Mal schauen, ob der Absichtsbekundung auch eine handfeste Bewerbung folgt.