11.10.2025 - Stinke-Ameise. Bekämpfung eingestellt. Im Frühjahr geht's weiter.

Die Stadt LD bringt an stark betroffenen öffentlichen Flächen Kieselgur aus. Kieselgur sind fossile Kieselalgen. Ein Allzweckwaffe. Fein zerrieben. Gut zur Bekämpfung von Insekten. Aber auch in Zahnpasta zu finden. Foto. Stadt. LD. Frei.

LD. Mit dem Einzug der kühleren und feuchteren Jahreszeit zieht sich auch die aus dem Mittelmeerraum stammende Ameisenart Tapinoma magnum zunehmend zurück. Ihre Aktivität nimmt bei sinkenden Temperaturen deutlich ab, weshalb die Stadt LD nun für dieses Jahr die Ausbringung von Kieselgur zur Eindämmung der Ameisen einstellt. Der Begriff Stinke-Ameise deshalb, weil wer sie drückt oder auf sie tritt, das Insekt einen übel riechendes Sekret freigibt.

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Da Kieselgur nur bei trockenem Wetter wirksam aufgebracht werden kann und derzeit nur noch vereinzelt Aktivitäten auf den bisher stark betroffenen öffentlichen Flächen im Stadtgebiet zu beobachten sind, hat die Stadt entschieden, die Maßnahme für dieses Jahr planmäßig abzuschließen. Sollte punktuell weiterer Handlungsbedarf bestehen, wird gezielt und in kleinerem Umfang nachbehandelt.

Strategie für kommendes Frühjahr.

„Die Ausbringung von Kieselgur pausiert zwar in Herbst und Winter, nicht aber unser Vorgehen gegen die Ausbreitung von Tapinoma magnum“, betont OB Domenik Geißler. „Die Stadtverwaltung arbeitet bereits an einer koordinierten Strategie für das kommende Frühjahr, um die Eindämmung weiter konsequent fortzusetzen.“

In den vergangenen Monaten hatte die Stadt LD auf mehreren Ebenen gehandelt, auch mit verschiedenen Informationsangeboten wie einer öffentlichen Info-Veranstaltung und einer umfangreichen Informationsseite unter www.mitredeninLD.de mit häufig gestellten Fragen, Hinweisen zur Erkennung und Tipps für den Umgang auf privaten Flächen.

Dank an die Bürger.

Auch die Bürger haben maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Über eine eigene Kategorie im städtischen Mängelmelder können Beobachtungen auf öffentlichen Flächen einfach und schnell gemeldet werden. Dank dieser engagierten Mithilfe konnte eine umfassende Übersichtskarte zu den Vorkommen von Tapinoma magnum im Stadtgebiet erstellt werden. Sie wird regelmäßig aktualisiert und ist im Geoportal der Stadt abrufbar. https://maps.landau.de/tapinoma 

Zusätzlich hat die Stadt ein spezielles „Ameisen-Postfach“ eingerichtet. Dort können Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen, Hinweise geben und konnten Termine für Vor-Ort-Begehungen auf privaten Grundstücken vereinbaren. 

Erste Erfolge erzielt.

Dieses enge Zusammenspiel hatte auch positive Auswirkungen auf weitere konkrete Maßnahmen im Stadtgebiet. Auf den identifizierten, besonders betroffenen öffentlichen Flächen – sowohl im Stadtkern als auch in den Ortsteilen – setzte die Stadt gezielt Kieselgur ein und brachte Leimringe an Bäumen an. So konnten bereits erste Erfolge bei der Eindämmung von Tapinoma magnum erzielt werden. Schließlich bat die Stadt Landau auch die Eigentümerinnen und Eigentümer betroffener privater Flächen, ihre Grundstücke zeitgleich mit Kieselgur oder heißem Wasser zu behandeln. So konnte in diesem Sommer gemeinsam und koordiniert gegen die Ausbreitung von Tapinoma magnum vorgegangen werden. Text. sp. 

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