Aktuell laufen noch Umbauarbeiten in der Anlage, zudem sollen danach Muttertier und Nachwuchs genügend Zeit zur Eingewöhnung erhalten. Das Eisbär-Jungtier ist mit seiner Mutter Nuka seit knapp zwei Wochen im Innenbereich. Seit der Geburt am 2. November lag das Kleine mit Nuka zuvor durchgehend in der Halbhöhle auf der Außenanlage, da Eisbärenmütter ihre Jungtiere an keinen anderen Platz tragen. Eigentlich hätte Nuka im Innenbereich gebären sollen, entschied sich jedoch anders. Da das Kleine dann aber angefangen hatte, die Anlage zu erkunden, eröffnete dies für das Tierpflegeteam die Möglichkeit, beide Tiere in die Innenanlage zu holen. Dort konnten nun beide Tiere kurzfristig voneinander getrennt werden, um das Kleine durch die Tierärzte untersuchen zu können.
Sehr guter körperlicher Zustand.
„Das Jungtier ist gesund und sehr fit. Es hat 9,6 Kilogramm Gewicht. Dass es sich bei der Untersuchung nach Kräften gewehrt hat und von einer Person kaum zu halten war, zeigt, dass es in einem sehr guten körperlichen Zustand ist“, berichtet Zootierarzt Dr. Marco Roller, der zusammen mit seinem Kollegen Dr. Lukas Reese bei der Erstuntersuchung Fell und Tatzen kontrolliert sowie Herz und Lunge abgehört hat.
Details zu Namenssuche in der kommenden Woche.
Wenn der Umbau fertig ist, dürfen die beiden Tiere wieder auf das kleinere der beiden Außenanlagenteile. Dort sollen sie genügend Zeit bekommen sich einzuleben, bevor dann auch die Öffentlichkeit den kleinen Eisbären sehen können wird. „Im März wird es aber wahrscheinlich soweit sein“, prognostiziert der Zoodirektor. Bis dahin wird es noch eine Namenssuche für das Tier geben.
Letzte Geburt 1991.
Für den Zoo Karlsruhe sei es ein großer Erfolg, nach 1991 wieder die erste Eisbärengeburt in KA vermelden zu können. „KA gehörte vor allem in den 1980er zu den in der Zucht von Eisbären erfolgreichsten Zoos. Das ist jetzt schon etwas ganz Besonderes nach so vielen Jahren“, sagt Reinschmidt. Am 2. November 2024 hatte Nuka zwei Jungtiere zur Welt gebracht, eines davon ist wahrscheinlich bereits in den ersten Tagen gestorben und wie in der Natur anschließend vom Weibchen gefressen worden. Der zweite Eisbär entwickelte sich jedoch sehr gut – trotz der nicht optimalen Bedingungen in der Halbhöhle. Text. sp.