Bekannt ist sie ja für Ihre Umkleide-Künste zwischen Mikro und Klavierbegleitung auf der offenen Bühne, die Jägers Elke. Das aber am gestrigen Sonntagabend war einfach ein Erlebnis. Punkt. Von der grünen, italienischen Mittelalter-Gardobiere in brokat mit sonorer Männerstimme über das Rosa-Kleidchen-quitschende-Mädchen-Geträller bishin zum Zylinder-tragenden-Vollblutweib. Alles, aber auch alles war da. Spontan. Legere. Und vor allem eines. In der Inszenierung. Diszipliniert. Bis zum Anschlag. Eine perfekte Show, die pointiert bereichert wurde von der Begleitung am über 100 Jahre alten Flügel von Isabelle und den berührenden Balladen in französischer Sprache durch Nachwuchs-Talent Melanie.
Die Romane ...
Ach ja. Da war noch das mit den Romanen. Sie lagen aus. Im Hof. Auf einem Biertisch. Ein Meter weg von der Altpapiertonne. Wo sie wohl heute landen. Elke Jäger hat sie sich durch die Besucher aussuchen, reichen und spontan immer eine Seite mit 7er-Zahl ansagen lassen. fURIOSER konnte es nicht laufen. Der erste, spontan roman-lesend-gesungene Textauszug drehte sich um ein Schnitzel …
Fazit. Wiederholung. Ist Pflicht. Nach dem Schlusslied „Malade“.