13.01.2026 - Weinbau-Tage. Ministerin Schmitt spricht von großem Druck. Berlin muss handeln.

In der (Absatz-)Krise. Ministerin Schmitt hat die Weinbautage in NW eröffnet.

NW. Weinbauministerin Daniela Schmitt hat am heutigen Dienstag die 79. Pfälzischen Weinbautage in NW eröffnet. In ihrem Grußwort machte sie deutlich. Der Weinbau steht unter hohem wirtschaftlichem, klimatischem und strukturellem Druck und braucht jetzt klare politische Leitplanken, funktionierende Absatzmärkte und Vertrauen in mündige Verbraucher.

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Teil unserer Identität.

Schmitt betonte die kulturelle Bedeutung des Weines für RLP. „Wein ist mehr als ein Produkt. Er ist Teil unserer Identität, unserer Landschaft und unseres gesellschaftlichen Lebens." Eine verantwortungsvolle Alkoholpolitik müsse Prävention ernst nehmen, dürfe aber nicht bevormunden. „Der Staat sollte erwachsenen Menschen nicht vorschreiben, wann sie ein Glas Wein trinken. Differenzierung ist stärker als Verbote." Initiativen wie VitaeVino und Wine in Moderation stünden für einen aufgeklärten Umgang statt pauschaler Verurteilung.

Absatz stärken. Verantwortung der Verbraucher.

Zentral für die Zukunft der Betriebe sei der Absatz. „Ohne Absatz gibt es keine Wertschöpfung. Und ohne Wertschöpfung keine Zukunft", so Schmitt. Der deutsche Wein müsse im Inland wieder sichtbarer werden. Mit klaren Botschaften, glaubwürdiger Herkunftskommunikation und einer Ansprache, die auch neue Zielgruppen erreicht. Zugleich richtete die Ministerin einen Appell an die Verbraucher. „Mit jeder Kaufentscheidung wird Verantwortung übernommen. Für Betriebe, Arbeitsplätze und unsere Kulturlandschaften hier in der Pfalz."

Europa liefert. Jetzt muss Berlin handeln.

Ein wichtiges Signal komme aus Europa. Die Trilog-Verhandlungen zum EU-Weinpaket seien Ende 2025 erfolgreich abgeschlossen worden. Das Paket bringe Erleichterungen bei der Kennzeichnung. Etwa für Exportweine. Bringe mehr Flexibilität bei Kriseninstrumenten sowie eine Stärkung von Marktstabilisierung und Absatzförderung. „In Brüssel ist die besondere Lage des Weinbaus angekommen", so Schmitt. Nun müsse der Bund die gesetzlichen Grundlagen, insbesondere die Förderverordnungen, zügig anpassen. „Instrumente, die nur auf dem Papier existieren, helfen keinem Betrieb." Text. sp. Symbolfoto. Pixabay. Frei. 

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