Die Stationen erzählen in kleinen kurzweiligen Szenen die über 1000-jährige, wechselhafte Geschichte des Dorfes zwischen Frieden, Krieg, dem Hin und Her zwischen Deutschland und Frankreich. Mit einem bis heute gelebten recht seltenen Faktum. Von Katholizismus und Protestantismus. Die Dörrenbacher sind zuvorderst Dörrenbacher und hielten zumeist über die Konfessionsunterschiede letzten Endes gegen Einflüsse von außen zusammen. Ein bis heute gelebtes Zeugnis ist die Wehrkirche. Das hoch gelegene, steinbewehrte Gotteshaus wird simultan von Protestanten und Katholiken benutzt.
Die Besucher waren begeistert von den Laienschauspielern, die ihre Szenen perfekt vorführten. Ob von der Gründung im ganz frühen Mittelalter, über die Weiße Frau, die tratschenden Waschweiber oder den eingerückten Franzosen, die lautstark von Bawett von den Versuchen verscheucht wurden, um sich ja nicht den jungen Damen des Dorfes zu nähern.
Und am Ende wurde Dornröschen, Amira I, doch tatsächlich gefunden. Schlafend auf dem Plateau der Wehrkirche. Begleitet wurde das Erwachen der Prinzessin traditionell durch die 7 Zwerge, die eigentlich zu einem ganz anderen Märchen gehören. Nun denn. Dörrenbach ist Dörrenbach. Vor allem eines. Gut gemacht.
Info.
Auch Sonntag Stationen-Theater.
Morgen, Sonntag, ist wieder Dornröschenmarkt zum Abschluss der Rosenwochen im BZAer Land. Ab 11 Uhr. Es gibt auch wieder das Stationen-Theater. Und das sogar gleich zweimal. Um 13 und um 15 Uhr. Start ist wieder der Froschkönig-Brunnen an der Bushaltestelle. Text. sp.