Bis vergangenes langes WE mit dem Feiertag 3. Oktober war es in der Vergangenheit schon oft grenzwertig. Dann aber ist einigen Anwohnern und Einpendlern just am vergangenen WE der Kragen geplatzt. Denn der Wohnmobil-Stellplatz war wieder einmal voll belegt. Was ja grundsätzlich prima ist und für die Attraktivität der Kurstadt spricht. Doch die mobilen Touristen kamen in Mengen und parkten kurzer Hand auf dem angrenzenden Pkw-Stellplatz. Wohlgemerkt jeder auf 2 Pkw-P-Plätzen. Denn neben der Größe des Vehikels selbst will man ja auch seinen Gartentisch und Klapp-Stühle vor die Seitentüre stellen. Dazu kamen in der angrenzenden Luitpoldstraße ein weiteres halbes Dutzend einparkende Wohnmobilisten.
Rund 30 Pkw-P-Plätze waren am 3.-Oktober-WE durch Wohnmobilisten belegt. Anwohner, Gewerbetreibende, Arbeitnehmer und Kunden mussten sehen, wo sie bleiben und wie sie in die Stadt, zu ihrem Geschäft oder Arbeitsplatz kommen. Und das angesichts der Situation, dass durch die Sanierung der gegenüberliegenden Alten Druckerei und des unterliegenden Gebäudes Engel seit gut einem Jahr rund weitere 40 Pkw-Stellplätze blockiert sind. Weil Handwerker ja irgendwo ihre Fahrzeuge und Maschinen platzieren müssen.
Wegschauen einfacher?
Unser Appell nachzusteuern, ging an Stadt und Ordnungsamt bislang vorbei. Nun wiederholt sich die Situation aktuell. Ist Wegschauen auf Steuerzahlers Kosten der einfachere Weg? Womöglich.
Aufgabe der Stadt.
Die Wohnmobilisten bringen Geld in die Stadt. Keine Frage. Der Wohnmobil-Stellplatz ist eine feine Sache. Doch das Ganze wurde nicht zu Ende gedacht. Viele Anwohner in den engen Gassen der Altstadt haben keinen Hof oder Garage. Aber sie müssen, wie auch Geschäftsleute und deren Angestellte, irgendwo parken können. Das sicher zu stellen, ist Aufgabe der Stadt. Punkt. Davor wird sich gedrückt. So zieht man keine Ladenbetreiber in die halbleere FuZo, sondern macht sie noch leerer ...