15.04.2025. Lasst die Kirche im Dorf. Und den Blitzer öfter im Kofferraum.


SÜDWESTEN. ROADPOL-KONTROLLWOCHE. Was für ein Wort-Monstrum. Gefühlt findet diese Blitzer-Aktionswoche bei den mobilen Menschen eh' längst das ganze Jahr durchgängig statt. Der durchaus sinnvoll zu Grunde gelegte Erziehungsfaktor aber ist längst eingetreten. Nur: Will man das nicht registrieren? Die Menschen/Verkehrsteilnehmer halten sich längst an die vorgegebenen Regeln. Das belegen die von der Polizei nun aktuell vorgelegten Ergebnisse. Aber es wird weiter munter geblitzt und kontrolliert. Und wenn einem nichts weiter einfällt, geht es massiv in die Tempo-30-Zonen. Seit Monaten. Aber auch dort werden nur noch sogenannte „Spitzenreiter“ mit 52 oder 54 km/h ausgemacht. Rasen ist etwas anderes. Aber munter weiter blitzen. Nächster Kontrolltag ist Karfreitag (Car-Friday). Es geht um getunte Fahrzeuge.

Lesezeit: 01:47 Minuten

Die Menschen haben kaum mehr Verständnis.

Die Bürger schütteln den Kopf und grummeln aller Orten. Das Wort Gängelung macht in Teilen schon die Runde. Unlängst haben mehrere Leser gegenüber suewpress.de geäußert, dass sie in einem Fall gleich 4 x an einem Tag binnen weniger Stunden in eine Verkehrskontrolle zwischen BZA und LD geraten sind. In einem anderen Fall zwischen BZA und Birkenhördt und wieder in BZA gleich 3 x kontrolliert worden sind. Etliche andere Leser berichten davon, mindestens einmal in der Woche kontrolliert zu werden.

Die eigenen Zahlen der Polizei zeigen aber doch längst, dass es im „normalen“ Straßenverkehr alles weitgehend flutscht. Warum dieser irrsinnige, vor allem Zeit raubende Kontroll-Druck? Es reicht. Die Menschen fahren nicht (mehr) zu schnell. Hier wird etwas mit aller Macht kontrolliert, das so gut wie gar nicht (mehr) stattfindet. Belegt durch die eigenen Zahlen der Polizei. Punkt.

Zu den aktuellen Ergebnissen von ROADPOL.

In der Tempo-Kontroll-Woche. Sage und schreibe nicht einmal 2,5 Prozent sind auf den Straßen im Polizeibereich Vorderpfalz zu schnell gefahren. Laut den Angaben der Polizei selbst wurden in der Zeit vom 7. bis 13. April knapp 325.000 Fahrzeuge durch stationäre Messanlagen auf überregionalen Straßen sowie von Polizeikräften überprüft. Rund 8000 davon waren zu schnell unterwegs. 8000 von 325.000. Das sind 2,461 Prozent. DAFÜR der ganze Aufwand? Der Personal-Einsatz? Die Überstunden?

Das Feigenblatt „Speed-Marathon“. Ein Blättchen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem 9. April, so die Polizei in ihrer Bilanz. An diesem Tag fand der sogenannte „Speed-Marathon" statt, für den im Präsidialbereich Vorderpfalz 17 Kontrollstellen eingerichtet wurden. Etwa 21.000 Fahrzeuge wurden an diesem Tag überprüft, zirka 1.800 Fahrzeugführer verstießen gegen die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen. Wer den 3-Satz noch aus der Schule kennt: Rund 8,5 Prozent der Verkehrsteilnehmer waren also an diesem Tag zu schnell unterwegs. Eine Momentaufnahme. An einem Tag im Jahr. Keine 30, 20, nicht einmal 10 Prozent waren also an diesem Tag zu schnell unterwegs, sondern 8,5 Prozent. Dazu spielt das Wetter grundsätzlich eine Rolle für so einen Tag. Für LD galt am 9. April. Kein Niederschlag und 16 Grad. Also keine „bremsenden“ Faktoren.

Fazit.

Hier wird mit Blitzer-Kanonen auf 2,5-Prozent-Raser-Spatzen geschossen. 

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