16.07.2026 - Mehr Berufe. Ab kommendem Schuljahr.

Aktuelle Auszubildende aus Gastwerkbetrieben der Region (Jugendstilhotel Annweiler, Hotel Residenz Immenhof in Maikammer und Hotel „Alte Rebschule“ in Rhodt). Foto. Verein SÜW. Kilian Kunz. Frei.

EDENKOBEN. Die Berufsbildende Schule SÜW bietet nach den Sommerferien erstmals die Grundstufe, also das erste Ausbildungsjahr, für die Berufe „Fachkraft Küche“, „Hotelfachfachmann“, „Fachmann Restaurant und Veranstaltungsgastronomie“ sowie „Fachkraft Gastronomie“ an.

Lesezeit: 02:17 Minuten

Die Neuerung begrüßen Landrat Dietmar Seefeldt für den Landkreis SÜW als Schulträger und Uta Holz, Geschäftsführerin des Tourismus-Dachverbands SÜW. Auch im Netzwerk „Gastwerk Südpfalz“, einem Zusammenschluss von Arbeitgebern in Hotellerie und Gastronomie, hatte es lange den Wunsch gegeben, dass mehr Ausbildungsgänge in der Region angeboten werden. Entsprechend kommen auch aus der Hotellerie- und Gastronomiebrache erste positive Rückmeldungen.

Seefeldt und Holz betonen. „Bisher mussten die Auszubildenden dieser Ausbildungsgänge während der gesamten Ausbildungszeit nach LU in die dortige Berufsschule fahren. Ein weiter Weg. Nun können sie zumindest im ersten Ausbildungsjahr in Edenkoben die Grundlagen erlernen. Die Auszubildenden können sich an der SÜW nicht nur in zahlreichen Betrieben die Praxis aneignen, sondern auch hier in der Region die Schule besuchen.“

„Gemeinsam mit unseren Köchen, die bereits seit Jahren in Edenkoben erfolgreich ausgebildet werden, können wir im Blockunterricht nun auch diese weiteren Berufsrichtungen im ersten Lehrjahr unterrichten“, berichtet BBS-Schulleiter Ansgar Uelhoff. Ab dem zweiten Lehrjahr werden die Berufsschüler zunächst weiterhin in die LUer Berufsschule gehen, abhängig von der zukünftigen Entwicklung am Standort Edenkoben.

Stimmen aus der Praxis.

Sonja Schäfer vom Hotel „Alte Rebschule“ in Rhodt unter Rietburg hält fest. „Besonders für unsere internationalen Auszubildenden ist die Beschulung in Edenkoben ein großer Vorteil. Für junge Menschen, die sich neben ihrer Ausbildung auch in einem neuen Land und mit der deutschen Sprache zurechtfinden müssen, ist eine persönliche Lernatmosphäre besonders wichtig. Die überschaubare Schulgröße ermöglicht es den Lehrkräften, auf die Auszubildenden einzugehen und sie auf ihrem Weg eng zu begleiten. Das schafft die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung und eine gelungene Integration.“

Barbara Piorko vom LDer Parkhotel sagt. „Für uns im Parkhotel LD ist die Verlegung des ersten Lehrjahrs der berufsbildenden Schule nach Edenkoben eine sehr gute Entwicklung. Unsere Auszubildenden sparen dadurch rund 35 Kilometer pro Strecke und gewinnen Zeit. Diese Entlastung kann jungen Menschen die Entscheidung für eine Ausbildung in unserer Branche und Region erleichtern. Für uns als Ausbildungsbetrieb macht das den Einstieg damit noch attraktiver.“

Angelika Hornbach vom Jugendstilhotel Trifels in Annweiler-Bindersbach betont. „Für uns als Ausbildungsbetrieb ist das eine sehr erfreuliche Entwicklung. Wir bilden Hotelfachleute, Restaurantfachleute und Köche aus. Bisher waren unsere Auszubildenden je nach Ausbildungsberuf auf verschiedene Berufsschulen verteilt. Dass künftig alle Berufe an der Berufsschule Edenkoben unterrichtet werden können, vereinfacht die Organisation und stärkt das Miteinander der Auszubildenden. Besonders freut uns außerdem, dass der Schulweg für viele unserer Nachwuchskräfte kürzer oder besser erreichbar sein wird. Das ist ein echter Gewinn für unsere Auszubildenden und für die Ausbildung im Gastgewerbe insgesamt.“ Text. sp.

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