Schon vor einer Weile haben die Stadtwerke mit E-Lade-Säulen, Stromgeneratoren, einer Entsorgungsanlage, Ticketautomaten, etc. in eine Infrastruktur investiert, die von dem seit Jahren sich verstärkenden Trend des Wohnmobilismuses profitiert. Sich in der Corona-Zeit regelrecht gemausert hat.
Nun steht auch alles auf rechtlich sauberen Füßen. Der Platz mit seinen rund 20 Stellflächen ist „entwidmet“. Das heißt aus dem öffentlich-rechtlichen Verkehrsraum quasi herausgenommen und ist offiziell an die Stadtwerke verpachtet.
Im Norden Wohnmobile. Im Süden die Pkws.
Davon zeugen seit Ende vergangener Woche auch die neuen Schilder, die P-Platz-suchende Autofahrer und Wohnmobilisten auf die bestehende Rechtssituation und Regelung auf der nördlichen Hälfte des P-Platzes „In den Schlossäckern“ hinweisen. Demnächst würden auch die Stellflächen für Wohnmobile ordentlich eingezeichnet. Die südliche Hälfte bleibt Pkws vorbehalten.
Stadtwerke bewirtschaften ihren Teil komplett alleine.
Bewirtschaftet wird die Nordseite von den Stadtwerken selbst. Stadt, beziehungsweise das Ordnungsamt bleiben fortan außen vor. Klipp und klar. Wer gegen die ausgewiesenen Regeln, wie Nicht-Lösen eines Parktickets, verstößt, läuft Gefahr, von den Stadtwerken ein Knöllchen zu kriegen, wie Geschäftsführer Müller berichtet.
Die Lage des P-Platzes sei klasse, so Müller. Die Besucher/Wohnmobilisten seien sehr zufrieden, quasi in der Innenstadt parken und fußläufig einkaufen oder Restaurants besuchen zu können. „Der P-Platz werde sehr gut angenommen“, freut sich Müller. Von den Gästen kämen durchweg positive Rückmeldungen. Und jedes Bällchen Eis oder Tasse Kaffee, die verkauft werden, helfe der Geschäftswelt.
Die Zahlen belegen es. In 2023 wurden am P-Platz-Automaten 2300 Tickets/Übernachtungen gelöst, im vergangenen Jahr 2024 waren es schon 2500, teilt Müller mit. Text. rw.