Die Bahn-App zeigt das gesamte Angebot. Täglich kann man jetzt 21:41 Uhr von LD mit dem Zug nach Annweiler fahren, das ist eine Stunde später, als bisher. Die lange Strecke von LD-HBF bis PS-HBF zwischen 23 Uhr und Mitternacht wird freitags und samstags bedient, das aber in beide Richtungen.
Gemeinden wie PS, Hauenstein, Annweiler und LD können ihr kulturelles und gastronomisches Angebot in größerem Umkreis bewerben. Auch sind die begünstigten Betriebe und Einrichtungen besser mit Personal versorgt, weil dieses bequemer und günstiger als in der Vergangenheit zur Arbeitsstelle pendeln kann.
Fahrrad-Mitnahme ab 9 Uhr kostenlos.
Die Fahrradmitnahme ist jedenfalls nachts wie auch schon tagsüber nach 9 Uhr kostenlos. Um auch die umliegenden Ortschaften mit Bussen in den Spätstunden anzubinden, sind die Verantwortlichen intensiv am Arbeiten. Im Juni 2026 sollen nach Auskunft der Kreisverwaltung SÜW die bestmöglichen Umstiege bereitgestellt werden.
Seit Jahren schon drängen die Kreise SÜW und SWP, sowie die an der Strecke liegenden Städte und Gemeinden auf einen intensiveren Betrieb auf der Schiene. Dieser sei kostengünstig, ohne Bauarbeiten sofort machbar und bewirke direkt wirtschaftliche Entwicklung und bessere Lebensqualität durch mehr Freiheit bei der Mobilität.
Forderung. Reaktivierung des 2. Gleises.
Örtliche Parteigruppen, Umwelt- und Verkehrsverbände fordern darüber hinaus mittelfristig die Reaktivierung des zweiten Gleises zwischen PS und LD, um einen stabilen Verkehr ohne Verspätungen zu ermöglichen. Für modernen Betrieb im Zuge der E-Mobilität sei zusätzlich der Einbau einer Oberleitung erforderlich.
Ausschlaggebend für den jetzt in die Nächte ausgedehnten Fahrplan ab diesem Dezember sei wohl die Umfrage der Petition „1/2-Stundentakt und Spätzüge im Queichtal“ gewesen. Das Bündnis für Verkehrswende Südpfalz, bestehend aus BUND, BIQ, adfc, attac, ProBahn, VCD und Frydays For Future sammelte 1.829 Unterschriften und führte mehrere Gespräche mit Verwaltungen. Dadurch kam es zusammen mit den Bemühungen der Landkreise, Städte und Gemeinden dazu, dass das Anliegen im Zweckverband ÖPNV RLP-Süd auf die Tagesordnung gesetzt und die 15 zusätzlichen Züge beschlossen wurden.
Weitere Intensivierung sei wünschenswert, aber erfordere mehr Geld von Bund und Land, so Verbandsvorsteher Dietmar Seefeldt und Verbandsdirektor Michael Heilmann. Text. sp. Fotos. adfc. Pressefrei.