18.09.2026 - Äpfel. Äpfel. Äpfel. NVS-Streuobstwiesen abgeerntet.

Rund 100 freiwillige Helfer beteiligten sich an der Apfelernte auf den Streuobstwiesen des NVS in der Südpfalz.

SÜDPFALZ. Der NVS hat die Äpfel auf seinen Streuobstwiesen um Billigheim-Ingenheim, Freckenfeld, Hochstadt und Berg geerntet. Über 100 Ehrenamtliche des NVS Naturschutz-Verbandes Südpfalz waren im Einsatz. Aus den unbehandelten Früchten werden rund 8.000 Liter naturtrüber Apfelsaft gewonnen. Die Erntemenge fiel etwa 50 Prozent geringer aus als im Jahr 2025. Daher ist der Saft in diesem Jahr nur vereinsintern erhältlich.

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„Nach der sehr guten Ernte im vergangenen Jahr haben viele Bäume in diesem Jahr deutlich weniger Früchte angesetzt. Das ist bei vielen Apfelsorten ein normaler biologischer Rhythmus und hängt nicht mit dem trockenen Sommer zusammen", erklärt Stefan Hey, Vorsitzender der Vereins-Ortsgruppe Billigheim-Ingenheim. „Die anhaltende Trockenheit sorgte jedoch dafür, dass viel mehr Fallobst unter den Bäumen lag und die verbleibenden Früchte deutlich kleiner blieben."

Kurt Garrecht, Vorstand des NVS Südpfalz, zeigte sich beeindruckt vom Einsatz. „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie viele Menschen sich Jahr für Jahr ehrenamtlich für unsere Streuobstwiesen einsetzen. Ohne dieses Engagement wäre unsere Naturschutzarbeit nicht möglich." Der Verband wurde bei der Ernte wieder von zahlreichen freiwilligen Helfern der Sparkasse Südpfalz unterstützt.

Stiftungsflächen. Mosaik aus Ernte, Nachwuchs und wilder Natur.

Der NVS besitzt und bewirtschaftet pestizid- und düngemittelfrei mehr als 19 Hektar Streuobstfläche in der Südpfalz mit über 100 standortangepassten, historischen und besonderen Obstsorten. Nicht alle Flächen werden für die Saftproduktion genutzt. Manche Streuobstwiesen sind zu jung und tragen aktuell noch zu wenige Früchte, andere verbleiben bewusst unangetastet als Rückzugsraum für die Natur. Die Einnahmen aus der Saftproduktion fließen in Naturschutzprojekte des NVS. 

Streuobstwiesen. Die artenreichsten Lebensräume.

Eine ökologisch wertvolle Streuobstwiese zeichnet sich durch alte hochstämmige Obstbäume aus, die ohne Pestizide und Dünger verstreut auf einer Wiese oder Weide wachsen. Mit ihrem lockeren Baumbestand, Licht- und Schattenbereichen, Fallobst und viel Totholz sind sie sehr strukturreich. Zahlreiche Pflanzen sowie Tiere. Darunter Vögel, Insekten, Kleinsäuger und Reptilien finden hier einen Lebensraum. 

Für eine gesunde Entwicklung der Flächen sorgen ein regelmäßiger Baumschnitt sowie eine nicht intensive, sondern extensive Beweidung oder Mahd. Durch das Abtragen des Schnittgutes wird dem Boden überschüssige Nahrung entzogen. Diese Ausmagerung sorgt dafür, dass seltene, bunt blühende Wildkräuter überhaupt erst wachsen können. Wo andere Flächen vor allem Ertrag liefern sollen, steht für den NVS ihr Wert als Lebensraum in unserer Kulturlandschaft im Vordergrund.

Unter dem Dach des NVS engagieren sich der NVS Naturschutz-Verband Südpfalz, die NVS-Natur-Stiftung Südpfalz und die NVS-Aktion Südpfalz-Biotope gemeinsam für den Naturschutz in der Südpfalz. Text. sp. Foto. NVS. Pressefrei. 

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