„Die Queichwiesen stehen für das, was RLP besonders macht. Gelebte Kulturlandschaft, ehrenamtliches Engagement und ein Naturerlebnis, das Generationen verbindet. Mit der digitalen Erlebniswelt machen wir dieses einzigartige Welterbe ganzjährig zugänglich. Modern, nachhaltig und authentisch", sagte Schmitt.
Digital und nah am echten Erlebnis.
Die Queichwiesen mit ihrem traditionellen Bewässerungssystem wurden 2023 in die Liste des immateriellen Welterbes der UNESCO aufgenommen. Das Projekt trägt dazu bei, dieses komplexe und zugleich faszinierende Natur- und Kulturerbe zeitgemäß zu vermitteln.
Künftig sollen digitale Erlebnisstationen entlang bestehender Rad- und Wanderwege spielerisch Wissen über das Bewässerungssystem, die regionale Flora und Fauna, etwa den Storch, sowie über die UNESCO-Konvention vermitteln. Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen, Audio- und Videostationen sowie 360-Grad-Angebote ermöglichen Gästen bereits vor der Reiseentscheidung einen Einblick in die Besonderheiten der Region.
Interesse an Naturerlebnissen wächst.
„Ich sehe, wie stark das Interesse an Naturerlebnissen in RLP wächst. Ich verstehe, dass Gäste heute mehr wollen als nur Informationstafeln. Die wollen eintauchen, verstehen und selbst entdecken. Genau deshalb investieren wir gezielt in digitale Technologien, die das echte Naturerlebnis ergänzen, nicht ersetzen", betonte Schmitt.
Nachhaltige Besucherlenkung. Neue Impulse für die Region.
Ein zentrales Element des Projekts ist die digitale Besucherlenkung. Sie bündelt Besucherströme und schützt sensible Bereiche der Queichwiesen. Gleichzeitig stärkt das Vorhaben die touristische Wertschöpfung in bislang weniger entwickelten Regionen der Südpfalz.
Beteiligt sind neben der VG Offenbach die VG Bellheim, die Städte GER und LD, der Landkreis GER sowie der Landkreis SÜW.
„Tourismus ist für viele Betriebe ein wichtiges zweites Standbein. Wenn wir es schaffen, zusätzliche Urlaubsgäste in die Region zu holen, profitieren Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel unmittelbar. Das schafft Arbeitsplätze und Perspektiven – gerade auch für kleinere und mittlere Unternehmen", so die Ministerin.
Die Kosten. 85 Prozent Förderung.
Die förderfähigen Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 508.000 Euro, der Fördersatz beträgt 85 Prozent. Insgesamt werden rund 432.000 Euro bereitgestellt, davon rund 203.000 Euro EFRE-Mittel und rund 229.000 Euro Landesmittel. Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen rund 512.000 Euro. Text. sp.