Über 7000 Fahrzeuge pro Tag.
Die Ortsumgehung Ottersheim-Knittelsheim ist als prioritäre Maßnahme im Landesstraßenneubauprogramm („17er-Liste") eingestuft. Ziel des Projekts ist es, die Ortsdurchfahrten spürbar zu entlasten. Aktuelle Verkehrszahlen zeigen, dass die Belastung in den beiden Ortslagen hoch ist. Im Analyse-Nullfall 2024 liegt die Verkehrsbelastung auf der L 509 zwischen 7.000 und 7.400 Kraftfahrzeugen pro Tag, darunter 230 bis 240 Fahrzeuge des Schwerverkehrs. Im landesweiten Vergleich ist diese Verkehrsbelastung überdurchschnittlich hoch.
Die Hürden.
Es wurde eine technisch regelkonforme Trasse im Entwurf erarbeitet. Dabei konnten aus technischen Gründen, etwa bei Trassierung, Radienfolge und erforderlichen Bauwerken, sowie aufgrund weiterer Zwangspunkte wie Lärm- und Naturschutz nicht alle Wünsche umgesetzt werden. Um dennoch eine möglichst konsensfähige Lösung zu erreichen, wurde die Trasse im Juni 2024 in der VG Bellheim mit Kommunalvertretern und Vertretern der Landwirtschaft erörtert.
Brücke bei Ottersheim?
Im September und November 2024 gingen Stellungnahmen der Landwirtschaftskammer sowie der Ortsgemeinden und der VG Bellheim beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) ein. Diese wurden zwischenzeitlich geprüft und ausgewertet. Dabei wurden unter anderem Forderungen nach einem zusätzlichen Brückenbauwerk in der Gemarkung Ottersheim vorgebracht.
Parallel dazu wird derzeit eine neue Verkehrsuntersuchung für die Ortsumgehungen Ottersheim und Knittelsheim erstellt. Die Ergebnisse liegen dem LBM bereits in einer Entwurfsfassung vor und werden in die nächsten planerischen Schritte einfließen.
„Mit der verlängerten raumordnerischen Entscheidung und der abgeschlossenen Vorplanung ist eine wichtige Grundlage geschaffen", so Becht. „Jetzt geht es darum, den nächsten konkreten Schritt zu gehen." Als nächster Planungsschritt steht die Entwurfsplanung an. Der Landesbetrieb Mobilität bereitet derzeit die Vergabe dieser Planungsleistung vor. Text. sp. Symbolfoto. Netz. Frei.