20.01.2026 - ADFC. Zu hohem Krankenstand. Werbung für mehr Berufspendler-Radverkehr.

Auch angesichts der aktuellen Debatte über den hohen Krankenstandes in Deutschland fordert der ADFC mehr Berufspendlerverkehr. Mit dem Rad zur Arbeit stärke die Gesundheit.

SÜDWESTEN. Deutschland verzeichnet seit mehreren Jahren einen historisch hohen Krankenstand, während regelmäßiges Radfahren nachweislich die Gesundheit stärkt und Ausfallzeiten perspektivisch senken kann. Eine aktive Radverkehrsförderung bietet damit nicht nur ökologische, sondern auch handfeste gesundheitliche und wirtschaftliche Vorteile. Der ADFC bietet ein Programm zur Zertifizierung als Fahrradfreundlicher Arbeitgeber

Lesezeit: 01:40 Minuten

Der Krankenstand von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland bewegt sich auf einem dauerhaft hohen Niveau. Nach aktuellen Auswertungen der Krankenkassen fehlten Beschäftigte zuletzt im Schnitt rund 15 bis über 20 Tage pro Jahr krankheitsbedingt. Die hohe Zahl an Fehltagen belastet Unternehmen, Verwaltungen und soziale Sicherungssysteme gleichermaßen und verschärft Personalengpässe gerade in ohnehin angespannten Bereichen. Vor diesem Hintergrund wirbt der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club ADFC verstärkt für die Förderung des Radverkehrs, um Gesundheitsprävention, Klimaschutz und attraktive Mobilität zu verbinden.

Analysen kommen aktuell auf über 20 Fehltage pro Beschäftigten und Jahr. Besonders ins Gewicht fallen Atemwegsleiden, psychische Erkrankungen und Muskel-Skelett-Beschwerden wie Rückenprobleme. 

Radfahren als Gesundheitsmotor.

Zahlreiche Studien zeigen, dass regelmäßiges Radfahren das Risiko für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich reduziert und insgesamt die Fitness verbessert – dies gilt ausdrücklich auch für Menschen mit Vorerkrankungen oder höherem Alter. Bereits etwa 30 Minuten Radfahren am Tag senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen signifikant. Auch das Risiko für bestimmte Krebs- und Diabeteserkrankungen liegt bei regelmäßig Radfahrenden deutlich niedriger. Eine aktuelle Übersichtsarbeit zu Radfahren im höheren Lebensalter belegt zudem positive Effekte auf Mobilität, Gleichgewicht, Beinkraft sowie psychisches Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit. Diese Vorteile zeigen sich sowohl beim Radpendeln zur Arbeit als auch bei Freizeitfahrten und sind damit für den Arbeitsalltag wie für die allgemeine Lebensqualität relevant. Teilt der ADFC mit.

Beitrag zur Senkung des Krankenstandes.

Durch mehr Alltagsbewegung auf dem Fahrrad können Atemwegs- und Gelenkerkrankungen eingedämmt werden, was mittel- und langfristig Krankheitskosten und Fehlzeiten verringern kann. Gleichzeitig wirkt regelmäßiges Radfahren stress-reduzierend und stärkt die psychische Gesundheit, ein Bereich, der inzwischen zu den häufigsten Ursachen für krankheitsbedingte Ausfälle zählt.

Für Arbeitgeber und öffentliche Hand eröffnen sich dadurch Chancen, betriebliche Gesundheitsförderung und nachhaltige Mobilität zu verknüpfen – etwa durch fahrradfreundliche Infrastruktur am Arbeitsplatz, Jobrad-Angebote und Anreize für das Pendeln mit dem Rad. Text. sp. Foto. ADFC. Pressefrei.

Im Netz.

https://www.fahrradfreundlicher-arbeitgeber.de/

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