20.01.2026 - Paukenschlag. Landesgartenschau in NW erst 2028?

Die für 2027 geplante Landesgartenschau in NW muss wohl auf 2028 verschoben werden.

NW. Hoppala. Die für kommendes Jahr 2027 in NW geplante Landesgartenschau könnte auf 2028 verschoben werden. Die Stadt und das Land sind darüber in Gesprächen. Grund sind offensichtlich Verzögerungen beim Bauablauf. So die Stadtverwaltung NW und die Landesregierung in ihrer eben getickerten Pressemitteilung.

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„Grund sind Verzögerungen im Bauablauf, durch die ein fristgerechter Beginn der Schau im Frühjahr 2027 nicht mehr verantwortungsvoll möglich ist.“ Heißt es in der Meldung.

Und weiter. „Nach intensiver Beratung mit Planern und Experten, auch von Seiten der Projektgesellschaft Landesgartenschau RLP mbH, im Verlauf der vergangenen Woche hat sich gezeigt, dass wichtige Baumaßnahmen erst im Juni 2027 und damit etwa zehn Wochen später als geplant fertiggestellt werden können.“

Wegen Bauverzögerung geht eine Jahreszeit verloren.

Dies habe mutmaßlich zur Folge, dass Bepflanzungen und Aussaat erst im Frühjahr 2027 starten könnten, womit der geplante Start am 15. April 2027 nicht haltbar wäre, weil eine komplette Jahreszeit für die Landesgartenschau verloren ginge.

Durch die Verschiebung um ein Jahr könnte die Schau ohne Qualitätseinbußen für Gelände und Erlebnisqualität durchgeführt werden. Der Wunsch der Landesgartenschaugesellschaft nach einer Verschiebung der Landesgartenschau werde sehr ernst genommen, hieß es von Seiten der Stadt und der Landesregierung. Dabei sei allen bewusst, wie viel Verantwortung, Arbeit und Herzblut mit diesem Projekt vor Ort verbunden sind. Entsprechend stünden Stadt und Land in einem engen Austausch. 

Firmen-Insolvenz und Bahnunterführung.

Ziel bleibe es, eine starke und erfolgreiche Landesgartenschau 2028 auf den Weg zu bringen.  Verursacht wurde die Verzögerung durch das Zusammenwirken mehrerer Widrigkeiten bei der Umsetzung baulicher Maßnahmen wie dem Sportpavillon (wegen der Insolvenz einer Ende 2025 beauftragten Baufirma) und der Unterführung unter der ICE-Trasse NW-MA. Diese erzeugen im straffen Zeitplan mit seinen vielen Abhängigkeiten im Bauablauf einen Kumulationseffekt, der zu einer kaum aufholbaren Verzögerung führt. 

„Wir haben bereits in den letzten Monaten beim Zeitplan alles herausgeholt, was möglich war“, berichtet die Geschäftsführerin der LGS-Gesellschaft, Anne Pieper. „Aber beim Bau sind die Gewerke voneinander abhängig und können nicht beliebig verschoben werden. Wie beim Hausbau, wo der Fliesenleger eben noch nicht loslegen kann, solange der Estrich nicht trocken ist. Wir empfehlen deshalb, eine Verschiebung zu prüfen.“

Dazu erläutert Neustadts Oberbürgermeister Marc Weigel: „Unsere Landesgartenschau ist ein komplexes Leuchtturmprojekt mit langfristiger positiver Wirkung für die Stadtentwicklung. Wir müssen uns genau jetzt damit befassen, denn in einem halben Jahr sind einfach zu viele Aufträge für die Durchführung der Veranstaltung erteilt, die kostenintensiv korrigiert werden müssten. Auch aus unserer Sicht ist es daher richtig und verantwortungsvoll zu prüfen, ob die Landesgartenschau unter den neuen Rahmenbedingungen noch wie geplant in 2027 umgesetzt werden kann.“ Text. sp. 

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