22.07.2026 - Südpfalzkorn. Landrat informiert sich vor Ort.

Stiegen auf den Anhänger, um die letzte Fuhre mit südpfälzischem Roggen in Augenschein zu nehmen. Von links. Dominik Bellaire, Johannes Frey, Volker Stephan, Thomas Knecht, Landrat Dietmar Seefeldt und Claus Becker in Appenhofen. Foto. KV. SÜW. Frei.

APPENHOFEN. Zum Ende der diesjährigen Getreideernte in der Südpfalz hat sich Landrat Dietmar Seefeldt bei der Initiative „Südpfalzkorn“ ein Bild von der Arbeit der Projektpartner gemacht. Anlass des Besuches war die Einfahrt einer der letzten Fuhren der diesjährigen Ernte. Der Neupotzer Landwirt Dominik Bellaire hat 25 Tonnen Roggen direkt vom Feld nach Appenhofen in die Bischoff-Mühle zu Müllermeister Johannes Frey gefahren, wo es zu Mehl verarbeitet wird, welches wiederum lokale Bäckereien abnehmen. 

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Im Mittelpunkt des Austausches, an dem auch Landwirt Thomas Knecht (Herxheim) sowie die Bäckermeister Claus Becker (Edenkoben) und Volker Stephan (Maikammer) teilnahmen, standen neben dem Verlauf der Ernte auch die weitere Entwicklung der Initiative im Fokus. Die Projektpartner informierten den Landrat über ihre enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Von der Erzeugung des Getreides über die Verarbeitung bis hin zum regionalen Verkauf.

Jedes Korn von einem Feld in der Region.

Wünschenswert wäre, so die Projektpartner, wenn sich weitere Bäckereien der Initiative „Südpfalzkorn“ anschließen. Vorteile sehen sie für die teilnehmenden Backstuben unter anderen darin, dass die Zusammensetzung des Mehls – Getreidesorten, Feinheiten – selbst unmittelbar mit der Mühle vereinbart werden könnten und jedes Korn von einem Feld aus der Region stamme. Korn und Mehl seien damit konsequent regional, nachhaltig und fair.

Landrat Seefeldt zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Beteiligten und würdigte die Initiative als beispielhaft: „Südpfalzkorn macht eindrucksvoll vor, wie regionale Wertschöpfung tatsächlich gelingen kann. Hier arbeiten Landwirtschaft, Mühle und Bäckereien Hand in Hand und schaffen hochwertige Lebensmittel aus unserer Heimat. Das stärkt nicht nur die Landwirtschaft und das regionale Handwerk, sondern gibt den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit, sich ganz bewusst für Produkte aus der Region zu entscheiden. Solche Initiativen sind ein Gewinn für unsere Wirtschaft, unsere Umwelt und die Identität unserer Region.“

Über „Südpfalzkorn“. 

In der Initiative Südpfalzkorn haben sich Landwirte und Bäcker sowie die Getreidemühle Bischoff-Mühle zusammengeschlossen. Das verwendete Getreide wächst vorwiegend in den Landkreisen Südliche Weinstraße und Germersheim sowie auf Gemarkungen der Stadt Landau. Nach der Ernte wird es in der Mühle in Appenhofen verarbeitet und anschließend an Bäckereien in der Region geliefert. Die beteiligten Landwirte schaffen laut eigener Aussage unter anderem mit Blühstreifen und Lerchenfenstern zusätzlichen Lebensraum für Tiere. Text. sp.

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