23.05.2025. TGA. Kirche bleibt (noch) im Boot.

Gnadenfrist für das Trifels-Gymnasium. Die Kirche als Träger will noch einmal verhandeln. Foto. Netz. Frei.

ANNWEILER. Die Synode der Evangelischen Kirche der Pfalz hat sich dafür ausgesprochen, die Trägerschaft des Evangelischen Trifelsgymnasiums nicht sofort abzugeben, sondern die laufenden Verhandlungen zur deutlichen Reduzierung des Zuschusses der Landeskirche fortzusetzen. Ziel bleibt die Kostenneutralität.

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Die derzeit in SP tagenden Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz hat heute über die Zukunft des Evangelischen Trifelsgymnasiums Annweiler (TGA) entschieden und sich nach einer engagierten und emotionalen Aussprache dafür ausgesprochen, nicht sofort aus der Trägerschaft auszusteigen.

Stattdessen wird die Kirchenleitung beauftragt, mit dem Land und den Kommunen weiter zu verhandeln sowie mögliche zusätzliche Einnahmemöglichkeiten zu prüfen, um die Schule unter kirchlicher Trägerschaft weiterzuführen.

Letzte Chance. Lösungen zu finden.

„Wir handeln verantwortungsvoll – gegenüber der Schulgemeinschaft, den Lehrkräften und den Eltern. Jetzt geht es darum, das Beste aus zwei Welten zu verbinden: Bildung mit evangelischer Prägung und tragfähige Strukturen“, so Dr. Claus Müller, Bildungsdezernent der Landeskirche. Die finanziellen Rahmenbedingungen sind für die Landeskirche äußerst angespannt. Die nun beschlossene Frist ist eine letzte Chance, tragfähige Lösungen zur Entlastung zu entwickeln.“

Derzeit 2,4 Millionen Euro Zuschuss im Jahr. Steigend.

Bereits heute liegt der jährliche Zuschuss der Landeskirche für das ETGA bei rund 2,4 Millionen Euro – mit steigender Tendenz. Innerhalb eines Jahres sollen die Verhandlungen zu einem langfristig tragbaren Modell der Fianzierung führen. Sollte dies nicht gelingen, sieht der Synodenbeschluss vor, das TGA spätestens zum Schuljahr 2026/27 in staatliche Trägerschaft zu überführen.

„Diese Entscheidung gibt Zeit, stellt uns aber auch vor eine anspruchsvolle Aufgabe. Klar ist: Ohne zusätzliche Entlastungen wird eine kirchliche Trägerschaft nicht dauerhaft möglich sein“, so Dr. Müller.

Die Verhandlungen sollen zügig, aber gründlich geführt werden. Das Ziel: eine Lösung, die sowohl finanziell vertretbar als auch bildungspolitisch tragfähig ist. Text. sp.

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