Im August 2023 war in Abstimmung mit dem Europäischen Ex-situ-Programm (EEP) im Zoo LD ein neues Zuchtpärchen Waldhunde zusammengestellt worden. Und obwohl es nach „Liebe auf den ersten Blick“ aussah, ließ der sehr gewünschte Nachwuchs auf der 2017 neu eingerichteten Gehegeanlage zunächst auf sich warten. Bis jetzt.
Am 23. April wurden fünf Jungtiere geboren. Das teilen Zoo und Stadt nun mit. Zunächst wurden mögliche Störungen auf ein Minimum begrenzt. Nun gab es einen ersten tierärztlichen Gesundheitscheck, bei dem auch der Mini-Transponderchip zur eindeutigen individuellen Identifizierung gesetzt wurde. Es handelt sich um zwei männliche und drei weibliche Welpen, die sich augenscheinlich hervorragend entwickeln.
Waldhunde werden blind geboren und verbringen die ersten Lebenswochen in ihrer Wurfhöhle. Inzwischen sind die Augen geöffnet, die ersten Milchzähne sind gewachsen und die Welpen beginnen bald, die von den Elterntieren bereitgestellten Fleischmahlzeiten zu probieren.
Der natürliche Lebensraum.
Waldhunde bewohnen in der Natur Wald, Savannen, Strauch- und Grasland im östlichen Mittelamerika und nördlichen Südamerika. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich südlich bis Paraguay und ins nordöstliche Argentinien. Sie sind sehr gute Schwimmer und Taucher und kommen stets in der Nähe von Gewässern vor. Als Anpassung an ihre wassergebundene Lebensweise haben sie Schwimmhäute zwischen den Zehen, was auch das Laufen auf sumpfigem Boden erleichtert.
Leider gibt es auch für diese interessante Tierart zahlreiche menschenverursachte Bedrohungen, darunter der Verlust von intaktem Lebensraum durch sich großflächig ausweitende Landwirtschaft und die Verringerung des Beutetierbestands durch Wilderei. Durch Haushunde können für Waldhunde tödliche Krankheiten übertragen werden.
Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) sind Waldhunde als „potenziell gefährdet“ gelistet, der Populationstrend ist abnehmend. Der koordinierten Erhaltungszucht in Menschenobhut kommt für die Art daher eine besondere Bedeutung zu.
Jungtiere vorerst noch nicht zu sehen.
Bis auf Weiteres werden die Jungtiere allerdings noch nicht für die Zoogäste zu sehen sein. Die Eltern- und Jungtiere haben zwar die freie Wahl, in welchem Gehegeteil sie sich aufhalten möchten, aber die Jungtiere können noch nicht sicher laufen, sie werden sich daher vermutlich frühestens in drei bis vier Wochen zeigen. Text. sp.