23.02.2026 - Weinbau. Klimafest machen. 1,2 Millionen Förderung für Agri-PV-Projekt.

Ist der Weinanbau mit überdachenden PV-Anlagen praktikabel? Ein Testprojekt in der Oberrheinregion soll Daten liefern.

NW. Mit einem Förderbescheid über rund 1,2 Millionen Euro hat Weinbauministerin Daniela Schmitt das neue Interreg-Oberrhein-Projekt „Agri-PV: Photovoltaikmodule im Weinbau – Eine Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels" am DLR Rheinpfalz in NW auf den Weg gebracht. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

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„Unsere Winzer spüren die Folgen des Klimawandels unmittelbar. Durch Frost, Hagel und zunehmende Wetterextreme. Ich sehe, wie sehr das Betriebe belastet. Und ich weiß, wie wichtig verlässliche Perspektiven sind. Genau hier setzen wir an. Mit Innovation, mit Forschung und mit konkreter Unterstützung", betonte Ministerin Schmitt bei der Übergabe des Förderbescheids.

Winzer aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

Im Rahmen des EU-Förderprogramms Interreg wird Agri-Photovoltaik in der Oberrheinregion als klimaresiliente und wirtschaftlich tragfähige Lösung erprobt. Partner aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz testen unterschiedliche Photovoltaik-Systeme und untersuchen deren Auswirkungen auf Weinbau, Stromertrag und Landschaftsbild.

Das DLR Rheinpfalz übernimmt die Projektkoordination. An drei Pilotstandorten in RLP, BaWü und der Schweiz werden verschiedene Anlagen installiert und wissenschaftlich begleitet. Ziel ist es, belastbare Daten zu gewinnen und praxisnahe Leitfäden für Winzer, Investoren sowie Genehmigungsbehörden zu entwickeln.

Flächen doppelt nutzen.

Dr. Andreas Kortekamp, Direktor des DLR Rheinpfalz, erklärte: „Die Winzer sind zunehmend Frost, Hagel und Wetterextremen ausgesetzt, die sowohl die Produktion als auch das wirtschaftliche Gleichgewicht einer für den Oberrhein bedeutsamen Branche gefährden. Mit dem Projekt ‚Agri-PV' erproben wir die Installation von Photovoltaikmodulen über oder zwischen den Weinreben, um direkt vor Ort Energie zu erzeugen und zugleich die Auswirkungen klimatischer Schwankungen zu begrenzen."

„Wir wollen Flächen intelligent doppelt nutzen. Für hochwertige Weine und für erneuerbare Energie. Das schafft zusätzliche Einkommensperspektiven, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe und treibt die Energiewende im ländlichen Raum voran", so Schmitt. Text. sp. Foto. Engelstrom. Frei. 

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