23.03.2026 - Kriminaldelikte. „Merklicher“ Rückgang. In der SWP.

Kriminaldelikte, bei denen ein Messer involviert war., sind das erste Mal seit Jahren in 2025 rückläufig.

PS. Im Bereich der Südwestpfalz ist die Kriminalität im vergangenen Jahr merklich zurückgegangen. Die Polizeidirektion PS hat am heutigen Montag ihre Kriminalstatistik für 2025 veröffentlicht und bilanziert dabei einen deutlichen Rückgang der Straftaten bei gleichzeitig hoher Aufklärungsquote. 

Lesezeit: 01:58 Minuten

Über 7 Prozent weniger Straftaten.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 7.858 Straftaten registriert- das sind 599 Fälle oder 7,1 Prozent weniger als im Jahr 2024. Die Aufklärungsquote ist um ein Prozent gesunken, verbleibt aber mit 72,8 Prozent auf sehr hohem Niveau. 

Straßen- & Gewaltkriminalität deutlich geringer.

Sehr erfreulich ist der Rückgang der Fallzahlen bei der Straßenkriminalität, die mit 1.224 Fällen den niedrigsten Wert im Fünfjahresvergleich erreichte. Ein deutlicher Rückgang war auch bei der Gewaltkriminalität zu registrieren. Die Fälle gingen um 26 Prozent auf 308 Fälle zurück, wobei die Aufklärungsquote hier bei 85,1 Prozent liegt. 

Die Tatverdächtigen. Opferzahl sinkt um über 10 Prozent.

Die meisten Tatverdächtigen sind männliche Erwachsene mit deutscher Staatsangehörigkeit. Von den 4156 ermittelten Tatverdächtigen waren 73,4 Prozent männlich. 25,3 Prozent hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit. Die Zahl der Opfer sank um 10,3 Prozent auf 2.295, wobei auch hier der Großteil männlich und deutscher Herkunft war. 

Weitere Tatfelder.

Ein Schwerpunkt der statistischen Analyse liegt in der Betrachtung der Deliktsentwicklungen. Die Fallzahlen im Bereich der Eigentumsdelikte sanken um 4,4 Prozent auf 1.869 Fälle, während die Aufklärungsquote bei 46,4 Prozent lag. Ein merklicher Anstieg um 41 Fälle bzw. 38,3 Prozent wurde im Bereich des Wohnungseinbruchsdiebstahls registriert. Bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten verzeichnete die Polizei einen Rückgang um 16,7 Prozent auf 1.039 Fälle, wobei die Aufklärungsquote hier bei 81,4 Prozent liegt. Im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sank die Zahl der Fälle um 19,3 Prozent auf 217, fast die Hälfte davon ereignete sich im Internet. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich ist mit 92,2 Prozent besonders hoch. 

Messereinsatz sinkt erstmals seit Jahren.

Die Fälle, in denen Tatverdächtige ein Messer verwendeten, sank um fünf Fälle oder 11,4 Prozent auf nunmehr 39. Fast alle Taten konnten von der Polizei aufgeklärt werden. Mit 92,3 Prozent erreichte die Aufklärungsquote den zweithöchsten Wert im Fünfjahresvergleich. 

Gewalt gegen Polizisten gestiegen.

Die häusliche Gewalt nahm leicht ab. Partnerschaftsgewalt fiel um 26 Fälle auf 370, innerfamiliäre Gewalt um 44 Fälle auf 160. Straftaten gegen Polizisten stiegen um 14 Fälle bzw. 19,2 Prozent auf 87 Fälle. Insgesamt 184 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte wurden Opfer von Gewalttaten. 

Die regionale Verteilung. 

Regional betrachtet ereigneten sich ungefähr ein Drittel der Straftaten im Landkreis SWP, etwa ein Viertel in ZW und zirka 40 Prozent in PS. Text. sp. Grafiken. Polizei. Pressefrei.

Gewalt in der Partnerschaft.
Gewalt in der Partnerschaft.

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