In den vergangenen vier Jahren wurden 120 Quadratkilometer flache bis hügelige Fläche mit 20.400 Einwohnern und mit dem Triefenbach und dem Modenbach auch Gewässer analysiert, definiert, Ergebnisse dokumentiert und Ideen wie Lösungsansätze entwickelt.
Bei 16 Ortsbegehungen und 16 Workshops wurden Informationen ausgetauscht, Rahmenbedingungen und Ausgangssituationen beleuchtet und letztlich für das gesamte Gebiet der VG Edenkoben über 400 Lösungsansätze für das Konzept zusammengetragen. Abgestimmt mit der Oberen Wasserbehörde, der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in NW.
„Mit über 400 erarbeiteten Lösungsansätzen liegt nun ein umfassendes Konzept vor, das den Hochwasser- und Starkregenschutz langfristig weiterentwickeln soll. Entstanden aus zusammengeführten Perspektiven bietet das Konzept konkrete Lösungen für all unsere Ortsgemeinden und die VG Edenkoben. Ein Auftrag für die kommenden Jahrzehnte, eine Aufgabe für Generationen, ein Fahrplan für mehr Sicherheit und mehr Vorsorge - denn Hochwasser- und Starkregenschutz kann nur gemeinsam gelingen", betont Bürgermeister Daniel Salm.
Ziel des Konzeptes.
Das Ziel des Konzeptes. Maßnahmen aus verschiedenen Handlungsbereichen der Hochwasser- und Starkregenvorsorge zu erarbeiten, die geeignet sind, auch bei Starkregen Schäden zu reduzieren oder sogar zu verhindern. Dabei stützt sich das Konzept auf die Erfahrungen von betroffenen Einwohnern der VG. Das HSVK soll Handreichung sein, um künftig das örtliche Risiko bei Starkregen und Hochwasser besser einschätzen zu können und somit das Schadenspotenzial langfristig zu senken. Es soll für jeden Einzelnen Handlungsoptionen aufzeigen, um sich besser auf Starkregen und Hochwasser vorbereiten zu können. Wichtig ist, Betroffene über die Überflutungsgefahr zu informieren und sie dazu zu ermutigen, selbst aktiv zu werden.
Konkrete Maßnahmen des Konzeptes.
Für jede Gemeinde wurden vom Ingenieurbüro zwischen 12 und 45 Maßnahmenvorschläge mit unterschiedlicher Umsetzungspriorität (kurz-, mittel-, langfristig) erarbeitet. Die Vorschläge umfassen unter anderem Objektschutz, die Aktualisierung von Alarm- und Einsatzplänen, Verbesserungen des Wasserrückhalts, die Unterhaltung bzw. das Anlegen von funktionsfähigen Straßen- und Wegentwässerungen, die Renaturierung von Gewässern und den Ausbau von Straßen als Notabflusswegen.
Eine erste Maßnahme des Konzeptes konnte in Edesheim bereits umgesetzt werden. In einem Hochwasser-Rückhaltebecken in der Ludwigsstraße konnte das Retentionsvermögen (Rückhaltung von Wasser) durch eine Sedimententnahme wieder hergestellt werden. Weitere Maßnahmen werden in den kommenden Jahren sukzessive entsprechend der vom Ingenieurbüro festgelegten Priorisierung realisiert.
Im Netz.
https://www.vg-edenkoben.de/umwelt/hochwasser-und-starkregenvorsorgekonzept/