Jetzt in Szene gesetzt.
Im Mai 1911 kam der Mörser als Geschenk an das Historische Museum der Pfalz und 2001 als Dauerleihgabe in das Museum unterm Trifels, wo er seither Bestandteil der Dauerausstellung ist. Nachdem das Exponat bislang eher ein Schattendasein geführt hatte, wurde es im Sommer 2025 auf Initiative von Museumsdirektor Dr. Sven Gütermann ins rechte Licht gerückt.
Größtes gusseisernes Geschütz des Mittelalters.
Infolge von Inaugenscheinnahmen und Untersuchungen des Mörsers mit den auf Mittelalterartillerie spezialisierten Historikern Dr. Michael Kirchschlager und Manfred Linck sowie dem Archäologischen Restaurator Ralf Eßwein konnten sensationelle neue Erkenntnisse gewonnen werden. Bei dem guten Stück handelt es sich nämlich zum einen um ein sehr frühes und zum anderen um das größte erhaltene gusseiserne Geschütz des Mittelalters überhaupt.
Originalgetreu aufgebockt.
Im Rahmen der Forschungen wurde beschlossen, für den Mörser eine auf der Grundlage mittelalterlicher Vorlagen konstruierte Lafette (der tragende Unterbau) zu schaffen, um das Gesamtensemble so authentisch wie möglich im Museum unterm Trifels präsentieren zu können. Innerhalb kurzer Zeit hat der Annweilerer Modellbauer Kurt Stuck diesen Plan meisterhaft in die Tat umgesetzt und die neue Lafette quasi wie anno dazumal zusammengebaut.
Termin. Präsentation.
Im Rahmen der Veranstaltung „Weihnachten im Museum" am Sonntag, 30. November 2025 werden Geschütz und Lafette um 14 Uhr unter dem Motto „Ein riesiger Mörser gehoben und zu Tage befördert". Das größte erhaltene gusseiserne Geschütz des Mittelalters der Welt. Text. sp.