Das Bundesverkehrsministerium sieht vor dem Hintergrund der neuen Strategischen Langfrist-Verkehrsprognose 2040 keinen Bedarf für den Ausbau der Strecke für den Schienenpersonenfern- und Güterverkehr. Die alpenquerenden Verkehre können mit dem Vordringlichen Bedarf des Bedarfsplans für die Bundesschienenwege bewältigt werden. Die Strecke Wörth-Lauterburg ist darin nicht enthalten.
Auch in Frankreich besteht kein Interesse.
Des Weiteren heißt es, dass auch Frankreich aufgrund des erheblichen Investitionsbedarfs für den längeren französischen Abschnitt auf dieser Nebenstrecke und laufenden Planungen zum Ausbau der Kapazitäten auf dem Hauptnetz derzeit keinen Handlungsbedarf sieht. Das Vorhaben hat derzeit auch keine Aussicht auf den Nachweis der volkswirtschaftlichen Wirtschaftlichkeit im Rahmen einer Bewertung nach Methodik der Bundesverkehrswegeplanung, was eine grundlegende Bedingung für einen Ausbau wäre.
Schweiz Initiator.
Das Thema ist überhaupt erst dadurch aufgekommen, dass die Schweiz Deutschland und Frankreich gebeten hat, einen Ausbau zu prüfen. Die deutsche Position, dass ein Ausbau nicht notwendig sei, hat die Regierung dem schweizerischen Bundesamt für Verkehr mitgeteilt und wurde dort laut Auskunft der Regierung zur Kenntnis genommen.
Thomas Gebhart, MdB. „Ein möglicher Ausbau der Bahnstrecke Wörth-Lauterburg für den Schienengüterverkehr hat bei vielen für Verunsicherung gesorgt. Die Bundesregierung hat nun bestätigt, dass ein Ausbau nicht vorgesehen ist. Die Bundesregierung hat dies auch gegenüber der Schweiz so kommuniziert. Ein Ausbau der Strecke steht aktuell nicht zur Debatte. Weder auf deutscher noch auf französischer Seite.“
Florian Bellaire, MdL. „Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung und die Gründung einer Bürgerinitiative haben deutlich gezeigt, wie groß die Verunsicherung in den potenziell betroffenen Gemeinden war. Es ist gut, dass wir jetzt Klarheit haben.“ Text. sp. Foto. Pixabay. Frei.