24.07.2026 - Zucht-Erfolg. Mit Harlekin-Kröte erstmals in Europa.

Die jungen Eleganten Harlekin-Kröten sind kurz nach der Metamorphose kaum größer als ein Reiskorn. Foto. Stadt KA. Zoo KA. Timo Deible. Pressefrei.

KA. Dem Zoo KA ist die europaweit erste Nachzucht der Eleganten Harlekin-Kröte (Atelopus elegans) gelungen. Seit Anfang Juli haben rund 40 Jungtiere ihre Entwicklung von der Kaulquappe zur Kröte abgeschlossen und das Wasser verlassen. Mit einer Körpergröße von gerade einmal etwa vier Millimetern sind sie noch kaum größer als ein Reiskorn.

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Die Elterntiere der stark gefährdeten Amphibienart kamen im Sommer 2024 von der ecuadorianischen Organisation Wikiri nach Europa. Wikiri und das zugehörige Centro Jambatu in der Nähe von Quito widmen sich der Erforschung, Haltung und Vermehrung bedrohter Amphibienarten. Die nach Europa gebrachten Tiere wurden auf den Zoo KA und den Tierpark Hellabrunn in München verteilt. In KA legten sie Mitte April zwei Gelege ab. Aus den Eiern entwickelten sich Kaulquappen, die nun nach und nach ihre Metamorphose abschließen.

„Diese europäische Erstnachzucht ist ein herausragender Erfolg für unseren Zoo und den Artenschutz. Sie zeigt, wie wichtig es ist, sich auch um Arten zu kümmern, die keine große Lobby haben“, sagt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. „Viele Zoogäste kommen verständlicherweise vor allem wegen Elefanten, Eisbären oder Giraffen zu uns. Gleichzeitig investieren wir sehr viel Zeit, Fachwissen und personelle Ressourcen in solche kleinen, hochbedrohten Arten. Mit Dr. Lukas Reese haben wir einen ausgewiesenen Amphibienspezialisten, der gemeinsam mit seinem Team im Exotenhaus hervorragende Arbeit leistet.“

Anspruchsvolle Aufzucht der winzigen Amphibien.

Die Zucht von Harlekinkröten stellt hohe Anforderungen an Haltung und Pflege. Wasserqualität, Temperatur, Strömung und Futter müssen während der Entwicklung der Kaulquappen genau aufeinander abgestimmt sein. Eine besondere Herausforderung beginnt nach Abschluss der Metamorphose. Während sich die Kaulquappen von Algen ernähren, sind die nur wenige Millimeter großen Harlekinkröten auf entsprechend winzige Futterinsekten angewiesen.

„Dass rund 40 Tiere die Metamorphose geschafft haben, ist ein großartiges Ergebnis. Bis dahin sind jedoch viele einzelne Arbeitsschritte und sehr genaue Beobachtungen notwendig“, erläutert Dr. Lukas Reese, Zootierarzt sowie Kurator des Exotenhauses. „Dieser Erfolg ist nur durch das große Engagement und die hohe Fachkompetenz unseres Tierpflege-Teams im Exotenhaus möglich geworden. Die Tiere und ihre Entwicklungsstadien werden intensiv betreut. Darauf können wir sehr stolz sein.“

Die Elegante Harlekinkröte kommt ursprünglich in Ecuador und Kolumbien vor. In Ecuador ist nur noch eine Population bekannt. Text. sp. 

Die Elterntiere der jetzt nachgezüchteten Eleganten Harlekinkröten sind im Sommer 2024 von der ecuadorianischen Organisation Wikiri nach Europa gekommen. Foto. Stadt KA. Zoo KA. Lukas Reese. Pressefrei.
Die Elterntiere der jetzt nachgezüchteten Eleganten Harlekinkröten sind im Sommer 2024 von der ecuadorianischen Organisation Wikiri nach Europa gekommen. Foto. Stadt KA. Zoo KA. Lukas Reese. Pressefrei.

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