Das Szenario. Gegen 19 Uhr wurden ehrenamtliche Einsatzkräfte der DRK-Bereitschaft LD als First Responder zu einem gemeldeten Herz-Kreislauf-Stillstand alarmiert. Parallel aktivierte die Integrierte Leitstelle über das System KatRetter qualifizierte freiwillige Ersthelfer aus der unmittelbaren Umgebung.
Noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes kam ein öffentlich zugänglicher Automatisch-Externer-Defibrillator (AED) zum Einsatz. Das Gerät ist am LDer Rathausplatz gegenüber der Drogerie Müller am Energie-Südwest-Pavillon frei zugänglich installiert. Es befindet sich in einem alarmgesicherten Wandkasten, kann im Notfall jedoch jederzeit entnommen werden. Bei dem Einsatz holte ein Ersthelfer den Defibrillator eigenständig zum Einsatzort und setzte ihn erfolgreich bei der Versorgung des Patienten ein.
Der AED wurde mit Unterstützung der Sparkassen-Stiftung der Sparkasse Südpfalz durch das DRK LD installiert, um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.
Automatisierte externe Defibrillatoren analysieren selbstständig den Herzrhythmus und geben nur dann einen elektrischen Impuls ab, wenn dies medizinisch erforderlich ist. Klare Sprach- und Bildanweisungen führen Anwender Schritt für Schritt durch die Maßnahmen, sodass auch medizinische Laien das Gerät sicher nutzen können.
Bis zu 100.000 Menschen erleiden jährlich plötzlichen Herzstillstand.
In Deutschland erleiden jährlich rund 70.000 bis 100.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen plötzlichen Herzstillstand. Ohne sofortige Wiederbelebungsmaßnahmen sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit mit jeder Minute deutlich. Der Deutsche
Rat für Wiederbelebung beschreibt deshalb die frühe Alarmierung, sofortige Herz-Lungen-Wiederbelebung und eine schnelle Defibrillation als entscheidende Schritte der sogenannten Überlebenskette.
„Ein funktionierendes Ersthelfersystem ist eine wichtige Unterstützung für den Rettungsdienst, gerade bei zeitkritischen Notfällen wie einem Herz-Kreislauf-Stillstand“, erklärt Alexander Martin, Fachkrankenpfleger und zertifizierter ACLS-Provider der American Heart Association (AHA). „Ziel solcher Systeme ist es, den therapiefreien Intervall zwischen dem Eintritt eines Notfallereignisses und dem Eintreffen qualifizierter Hilfe zu überbrücken.
Wenn qualifizierte Ersthelfer frühzeitig mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen und ein öffentlich zugänglicher Defibrillator schnell eingesetzt werden kann, werden genau diese entscheidenden Minuten genutzt und die Überlebenschancen der Betroffenen nachweislich verbessert.“
Der Einsatz zeigte, wie gut das Zusammenspiel aus engagierten Ersthelfenden, moderner Alarmierungstechnik und öffentlich zugänglicher Notfallausstattung funktionieren kann. Text. sp. Foto. DRK. Frei.