Die Ursprünge des Klosters reichen ins Jahr 612 zurück, als Gallus, ein Gefährte des irischen Mönchs Columban, in St. Gallen eine Einsiedelei gründete, die bald danach ein Zentrum religiösen Zusammenlebens geworden ist. Die Entwicklung erreichte im 9. Jahrhundert ihren frühmittelalterlichen Höhepunkt, als in dessen zweitem Viertel Abt Gozbert die Klosteranlage architektonisch umfassend neu gestalten ließ. Ein „Produkt“ dieses Prozesses ist der St. Galler Klosterplan.
Im Zuge der zwischen 1963 und 1967 durchgeführten Restaurierung wurde der Untergrund in und teilweise auch bei der Kirche archäologisch untersucht. Dabei kamen nicht nur monumentale Werksteine der bauskulpturalen Ausstattung zutage, sondern es zeigte sich auch, wie es sich mit dem Klosterplan als Vorlage für die tatsächlich gebaute Architektur verhält. Dr. Guido Faccani (Basel/MZ) gibt in seinem Vortrag „Das Kloster St. Gallen im ersten Jahrtausend und seine Bauskulptur" einen Einblick in die frühmittelalterliche bauliche Entwicklung sowie in das europaweit einzigartige Ensemble der karolingerzeitlichen Bauskulptur der 830er Jahre.
Termin.
Junge Mittelalterforschung, Thema. Kloster St. Gallen. Referent Dr. Guido Faccai, im Ratssaal der VG-Verwaltung Annweiler, Messplatz 1, Mittwoch, 20. Mai, 18.30 Uhr, Eintritt frei. Text. sp. Foto. Museum. Frei.
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