Von „bunten“ Schlagzeilen.
Ja, kurz, sehr kurz gesprungen. Schnell für positive, für „bunte“ Schlagzeilen sorgen. Und das könnte der gewiefte Ansatz bei der Sache gewesen sein. Kein kostenintensives reinigen. Einfach mit anderen Farben drüber tünchen. PR-Bilder von Schülern in Aktion am letzten Schultag vor den Osterferien mit strahlenden, politisch Verantwortlichen nebst Schulleitungen ablichten und so was von flott im Internet gepostet, dass selbst die ausgewählte Presse nicht Schritt gehalten hat. Angemerkt. Wir von suewpress.de waren nicht einmal über die Aktion informiert. Wohl nicht konform genug? …
Einfach drüber malen wirklich die Lösung?
Es stellt sich wirklich die Frage, warum sich die führenden Pädagogen haben so schnell von der vom Beigeordneten Ott am Dienstag in der Ratssitzung angedeuteten und nun vollzogenen Aktion haben einlullen lassen. „Wir malen die Treppen dann so an, wie es uns gefällt“, hat Ott postuliert. Gesagt. Getan.
Ganz ehrlich. Im Grunde ist die heutige Aktion keinen Deut besser als die des eigentlichen Übeltäters. So hübsch und bunt die neue Motivik auch sein mag. Und so viel Spaß es den Kids gemacht haben dürfte.
In ein paar Monaten werden es nur noch ausgewaschene und unansehnliche Flecken sein, Sonne, Regen und jeden Tag Aberhunderte darüber schlurfende Schülerschuhe. Am Ende steht doch über kurz oder lang eine Grundreinigung an, die dem heutigen Aktionismus vorgezogen wurde.
Der Tüncher läuft noch immer unerkannt umher.
Und. Das Problem ist ja nicht gelöst. Denn da ist noch immer der Schmierfink auf der einen Seite. Und nun Schüler vermeintlich auf der anderen, die auf Geheiß letztlich das Gleiche getan haben. Welchen pädagogischen Mehrwert das hat, einfach was zu übertünchen, möge jeder für sich selbst entscheiden ...