Deportiert. In Todeslager.
Das Schicksal von Mädchen und Frauen in der NS-Zeit ist das zentrale Thema des Gedenkens am Pfalzklinikum in diesem Jahr. Anlässlich der Evakuierung der damaligen „Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster“ vom 10. September 1939 findet am Donnerstag, 10. September, die Gedenkveranstaltung an der Stolperschwelle des Hauptgebäudes in Klingenmünster statt. Zu der Veranstaltung um 12:30 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen. In einer szenischen Lesung wird an das Schicksal von Maria Z. erinnert und an die 1251 Patienten, die am 10. September 1939 mit Viehwaggons von Klingenmünster aus in Übergangslager abtransportiert wurden. 223 von ihnen wurden von dort, unter Mitwirkung der ärztlichen Direktion aus Klingenmünster, in Tötungsanstalten verlegt und ermordet. Für sie wird es während der Gedenkveranstaltung eine Schweigezeit von 2:23 Minuten geben.
Die Ausstellung. Sonderöffnungszeiten.
An die Opfer der NS-Zeit erinnert auch die Ausstellung NS-Psychiatrie in der Pfalz im Alleehaus des Pfalzklinikums in Klingenmünster (Geb. 43). Die Ausstellung beleuchtet das Schicksal von über 2000 Patienten. Für interessierte Besucher gibt es am Mittwoch, 30. September, eine Sonderöffnungszeit. An diesem Tag ist die Ausstellung zusätzlich zur regulären Öffnungszeit von 17 bis 19 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist regulär jeden Mittwoch von 14:30 bis 16 Uhr für Besucher offen. Eine weitere Sonderöffnungszeit findet am Sonntag, 25. Oktober, von 14 bis 16 Uhr statt. Text. sp.