28.09.2025 - Kauziges Vergnügen. 6 Jungvögel ausgewildert.

Erster SÜW-Kreisbeigeordneter Georg Kern mit einem jungen Steinkauz in der Hand, kurz vor der Auswilderung des Vogels. Foto. WWP. Pressefrei.

SILZ. KA. Vor Kurzem wurden im Landkreis KA gleich sechs junge Steinkäuze aus dem Wild- und Wanderpark SÜW/Silz ausgewildert. Wildpark-Geschäftsführer Daniel Kraus sowie Georg Kern, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises SÜW, brachten die Jungvögel sicher in ihre neue Heimat im badischen Dettenheim.

Lesezeit: 01:33 Minuten

Die „Interessengemeinschaft Steinkauz Mittlerer Oberrhein" hatte dort auf einer Streuobstwiese ein geeignetes Lebensraumangebot gefunden. Insgesamt acht Jungvögel konnten so an diesem Tag in die Freiheit entlassen werden. Die Eltern der Käuze wurden im Frühjahr 2020 von der Interessengemeinschaft zur Nachzucht an den Wild- und Wanderpark übergeben. Seither gab es schon mehrere Male Nachwuchs im Silzer Park. Wenn die Jungvögel soweit sind, werden sie daher mit anderen Exemplaren der badischen Initiative ausgewildert. 

Streuobstwiesen wichtig.

Der Steinkauz war bis in die frühen 1960er Jahre noch ein weit verbreiteter Brutvogel. Heute zählt er zu den besonders gefährdeten Eulenarten in Europa. Hauptgründe für den Rückgang sind der Verlust oder die Zerstörung zentraler Lebensräume. Die Streuobstwiesen. Daher ist die Erhaltung und Gestaltung dieser Lebensräume von großer Bedeutung für den Steinkauz. Die charakteristischen Vögel mit gelben Augen und breitem Kopf sind in unserer Region selten geworden. 

Georg Kern, der bereits in den vergangenen Jahren bei einer solchen Auswilderung dabei war, erläutert. „Allen, die hier dabei sind, ist klar. Die Wiederansiedlung gestaltet sich schwierig. Schon natürliche Faktoren wie Fressfeinde führen dazu, dass viele ausgewilderte Tiere das erste Jahr nicht überleben. Die Exemplare, die es schaffen, bleiben oft nicht am Aussetzort und ziehen in andere, teils völlig unerwartete Lebensräume." 

Anbringen von Ringen noch in Silz.

Wer nicht warten möchte, bis man einem der seltenen Steinkäuze begegnet, kann die Elterntiere im Wild- und Wanderpark Silz beobachten. Dort wurden die Steinkauze vor der Freilassung bereits fachmännisch beringt, um die Exemplare eindeutig identifizieren zu können. Bei der Gelegenheit zupfte Daniel Kraus den Jungvögeln vorsichtig jeweils eine Feder aus, wie er berichtet. „Mit einer DNA-Analyse des Gefieders konnte das Geschlecht bestimmt werden. Wir hatten dieses Jahr zwei männliche und vier weibliche Vögel." Text. sp. 

Die Jungvögel flatterten in die Freiheit. Foto. WWP. Pressefrei.
Die Jungvögel flatterten in die Freiheit. Foto. WWP. Pressefrei.

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