Warnsignale frühzeitig erkennen.
Das ist ein Beleg für das hohe Engagement der Branche. Im Mittelpunkt stand erneut das Ziel, Mitarbeitende in Beratung, Service, Kasse und Zahlungsverkehr zu befähigen, Warnsignale frühzeitig zu erkennen, Kunden gezielt anzusprechen und im Verdachtsfall konsequent zu handeln.
Enkeltrick & Schockanrufe.
Es wurden aktuelle Betrugsmaschen wie der Enkeltrick, falsche Polizeibeamte und Schockanrufe besprochen. Dabei geben sich die Täter beispielsweise als Polizei oder Staatsanwaltschaft aus, um an das Geld ihrer Opfer zu gelangen. Eine während des Webinars durchgeführte Live-Umfrage verdeutlichte die Brisanz des Themas als auch die wertvolle Schutzfunktion der Bankmitarbeitenden.
70 Prozent der Mitarbeiter hatten Kontakt mit Opfern.
Rund 70 Prozent der Teilnehmenden gaben an, bereits mehrfach im beruflichen Kontext Kontakt mit Kunden gehabt zu haben, die Opfer eines Telefonbetrugs geworden sind oder unmittelbar davorstanden, geschädigt zu werden.
„Das zeigt sehr deutlich, dass Bankmitarbeitende tagtäglich oft die letzte Schutzbarriere sind, wenn es darum geht, ältere Menschen vor hohen Vermögensverlusten zu bewahren", betonte Michael Lerch, Leiter des Sachbereichs für Kriminalprävention im Polizeipräsidium. In dem Webinar wurde ein klarer Handlungsrahmen für den Verdachtsfall vermittelt. Jana Mohr von der Polizeilichen Opferberatung zeigte in ihrem Beitrag zudem auf, wie die psychologischen Hebel der Manipulation funktionieren und auf welche
Warnsignale am Bankschalter zu achten ist. Die hohe Beteiligung aus dem gesamten Bundesgebiet unterstreicht nach Einschätzung der Polizei die gemeinsame Anstrengung von Sicherheitsbehörden und Bankenbranche, Telefonbetrug frühzeitig zu verhindern. Text. sp. Foto. Pixabay. Frei.