Bildliche Darstellungen der Burg Trifels liegen aus der Zeit vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart vor. Zunächst wurde die Anlage meist stilisiert und eher als Randerscheinung wiedergegeben. Seit der Romantik rückt die Burg als Ruine stärker in das Bildzentrum. Eine künstlerische Darstellung auf der Grundlage bauhistorischer Befunde gibt es kaum.
Baugeschichtlich ist der Trifels inzwischen ausführlich untersucht, zuletzt durch die umfangreiche Dissertation von Bernhard Meyer. Meyer dokumentiert darin die gesicherten stauferzeitlichen Strukturen der Burganlage in eigenen Skizzen. Eine Rekonstruktion des exakten Bauzustands im 12. und 13. Jahrhundert ist nicht möglich.
Tim Henrik Oliver Löffler M.A. von der Europa-Universität Flensburg hat sich in seiner Masterarbeit an der künstlerischen Bilddarstellung der stauferzeitlichen Burganlage versucht. Dabei verzichtete er bewusst auf eine bloße Rekonstruktion. Stattdessen hat er gezielt ästhetische Strategien eingesetzt, um Erkenntnisse zur stauferzeitlichen Burg Trifels zu vermitteln. Archäologische Befunde und historische Quellen der Burg treffen in dieser Form erstmals auf eine malerische Übersetzung. In seinem Vortrag „Bildnerische Rekonstruktion der Reichsburg Trifels. Synthese historischer Quellen und archäologischer Befunde im Bild" stellt der Referent seine Ergebnisse vor. Text. sp.
Der Eintritt ist frei.