Vor dem Winter geht es unter anderem darum, das Areal von Totholz zu befreien und wuchernden Efeu zurückzuschneiden. Für diesen Einsatz werden engagierte Helfer aus Herxheim und der Umgebung gesucht. Wer kann, darf eigenes Werkzeug wie Gartenscheren, Rechen, Besen und Arbeitshandschuhe mitbringen, für den Abtransport des Grünguts ist gesorgt.
Blick in die Geschichte.
Der jüdische Friedhof in Herxheim wurde 1870 eröffnet. Rund 30 jüdische Bürger fanden hier ihr Grab. Am 23. Januar 1936 starb Eva Rosenthal, geb. Engel, im Alter von 47 Jahren. Sie war die letzte Tote, die hoffte, hier ihre Ruhe finden zu können.
Herxheimer Nationalsozialisten ließen nicht einmal den jüdischen Toten ihre Ruhe. Im Jahre 1942 wurden die jüdischen Grabsteine zerschlagen und zum Ausbau eines Waldweges verwendet. Das Friedhofsgelände wurde eingeebnet. So sollte die Erinnerung an die Herxheimer Judengemeinde ausgelöscht werden. Gleichwohl ruhen die Toten noch immer in der Erde, im „Haus der Ewigkeit“, wie jüdische Friedhöfe in der jüdischen Tradition genannt werden.
Naturpflege und Erinnerungskultur verbinden.
Die Aktion der Bürgerstiftung verbindet zwei zentrale Aufgaben der Bürgerstiftung: den Erhalt des lokalen Naturerbes und die aktive Pflege der regionalen Erinnerungskultur. Ein sichtbares Zeichen dieses Engagements ist eine vor kurzem neu montierte Infotafel, die Besuchern historische Hintergründe vermittelt. „Wir danken Dr. Klaus Eichenlaub herzlich für seinen unermüdlichen Einsatz um das Andenken und seine wertvollen Impulse, die solche Aktionen immer wieder erst möglich machen“, betont Stiftungsvorsitzender Stefan Roth. Alle Interessierten aus Herxheim und Umgebung sind willkommen. Text. sp. Foto. Bürgerstiftung. Herxheim.